Strikt getrennt: Fachabteilung + Entwickler … totaler Blödsinn

Kategorie : Data Warehousing

Es ist gängige Praxis, dass gerade in großen Unternehmen die Fachabteilungen und die Abteilungen für Softwarentwicklung strikt getrennt sind.

“Das war immer so, also bleibt es so”

Wie es dazu gekommen ist, kann mit meinen paar Lenzen nicht nachvollziehen, aber ich denke das ist der größte Schwachsinn. Wenn ich sehe, wie viel Zeit ich in meinem aktuellen Projekt damit verschwende, indem ich irgendwelche Meetings abhalten muss, bekomme ich das große Ko**en.

Da reden Softwareentwickler, die keine Ahnung von der Fachlichkeit haben, mit den Fachabteilungen, die keinen Ahnung haben, was mit der aktuellen Plattform überhaupt möglich ist und was nicht. Und weil die sich nicht verstehen, werden dann noch Leute mit “Schnittstellenfunktionen” aufgebaut, welche beide Seiten zusammenbringen sollen … aber im Normalfall keinen richtig verstehen und somit einfach nur überflüssig sind.

Ich bin gespannt, wann es sich endlich durchsetzt und die verschiedenen Abteilungen näher zusammenrücken. Es würde schon reichen, wenn sie wirklich “zusammenrücken” würde, und im selben Gebäude, der selben Etage sitzen würden. Man sieht sich auf dem Gang, tauscht sich aus, kommt sich näher. Allein die soziale Kompoente bringt mehr, also  17 Telefonkonferenzen. Stattdessen sitze die Abteilungen getrennt, kennen sich nur von der Stimme her und somit bauen sich bei Konflikten automatisch Spannungen auf, weil der eine die Beweggründe des anderen nicht versteht.

Naja, mal sehen was die Zeit bringt … wenn ich mal ein Unternehmen aufmache, wird es nicht so werden ;)

Comments (2)

Die Trennung Fachabteilung und Entwicklung macht in meinen Augen einen sehr großen Sinn, der Geld, Zeit und vor Allem Nerven spart. Jeder der mal den kläglichen Versuch miterlebt hat Anwender-Noob und Entwickler-Guru miteinander ins Gespräch zu bringen versteht, dass man diese Schichten der IT-Welt strickt trennen, am besten sich niemals begegnen lassen sollte.
Eben weil Anwender von der Technik und Entwickler von den fachlichen Bedürfnissen keine Ahnung haben, ja oft noch nicht mal die gleiche Sprache sprechen, ist doch unsere dritte Schicht, die der Berater als Vermittler so essentiell wichtig.
Denn was bringt uns ein Anwenderwunschzettel, der von Entwickler nicht verstanden aber genialsten Finesse neuester IT-Programmierkunst umgesetzt wurde?
Ne Riesen Kanone die den Spatz noch nicht mal trifft.

Deswegen: Fördert die drei Schichten!

….apropos drei Schichten, SAP hat sie auch ;)

Ja, die von dir beschriebene Situation ist so, wie es momentan läuft. Und genau das ist der Schwachsinn. Wenn die Abteilungen nicht von vorneherein getrennt wären, WÜRDEN die Anwender und Entwickler keine unterschiedliche Sprache sprechen. Es WÜRDE kein sinnloser Wunschzettel entstehen, und der Entwickler WÜRDE auch keinen Kram basteln, den kein Mensch braucht.

Mir ist klar, dass es viele Probleme gibt:

- Viele Anwender wollen von der Technik nichts wissen.
- Viele Entwickler wollen von den Anwenderproblemen nicht wissen.
- Du als Consultant willst auch Arbeit haben ;)

Das Ganze ist natürlich auch vom Umfeld abhängig. Ich kann mir gut vorstellen, dass das kaum schwer möglich ist, wenn eine IT-Abteilung für viele viele Fachabteilungen viele kleine Aufträge abwickelt. Da lohnt es nicht, sich in jede Abteilung einen IT-Fuzzi zu schicken.
Aber gerade im DWH-Umfeld, in dem ich mich tummele ist es oft so, dass eine IT-Abteilung über Jahre die Aufträge derselben Fachabteilung umsetzt. Und da wäre es definitiv sinnvoll, wenn man diese beiden Abteilungen einfach zusammensteckt. Einige Kunden machen das sogar so (leider nicht meine ;) ), und haben richtig gute Erfahrungen damit gemacht.

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