Um 9:15 ging es ab in Richtung Urlaub. Naja, fast. Aus der akademischen Viertelstunde machten Ronny und sein Bruder eher eine halbe, aber was solls. Wir hatten mit ausreichend Puffer geplant, so dass wir dennoch nicht in Hektik verfallen mussten um unseren Flug um 11:45 nach Istanbul zu erreichen. Einchecken, der obligatorische Good-Bye-Starbucks-Kaffee in Terminal1-Halle B und ab durch die Security. Das ging alles flott von der Hand, lange Schlangen gab es keine. Wir mussten nicht einmal einen langen Fußweg durch bis zu unserem Gate auf uns nehmen, weil glücklicherweise die Flüge, die aus der EU raus gehen, ihre Gates ganz vorne haben
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Also mit Zeitungen eingedeckt, rein in den Flieger und durchstarten … und das sogar pünktlich. Der Flug nach Istanbul lief reibungslos und das Essen war auch echt gut. Auch wenn ich mir bei Turkish Airlines eigentlich einen Dönergrill im Mittelgang gewünscht hätte
. Naja, man kann nicht alles haben. In Istanbul hieß es dann umsteigen. Auch hier war mit knapp 1,5 Stunden Zeit kein Stress angesagt. Zumal der Flughafen von Istanbul (obwohl das schon der größere der beiden zu sein scheint) mit Frankfurt nicht wirklich zu vergleichen ist. Alles recht übersichtlich. Da wir nicht 100%ig sicher waren, ob unsere Koffer auch automatisch in den anderen Flieger verfrachtet werden, haben uns noch den Luxus gegönnt und bei der Gepäckausgabe kontrolliert, ob unsere Koffer hier auch wirklich nicht rausgelassen werden. Wurden sie nicht, also hat wohl alles seine Richtigkeit. Ist schon komisch, wenn man am Gepäckband steht und bei jedem Koffer hofft, dass es NICHT der eigene ist
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Also weiter nach Antalya. Der Flug dauerte nur eine Stunde. Starten, Essen (ja, schon wieder *freu*), Landen. Das Interessante dabei war, dass auf diesem Flug eine Frau Kapitän war. Das hatte ich bisher noch nie. Und ausgerechnet auf einem Inlandsflug in der Türkei kommt das bei mir das erste mal vor. Lustiger Zufall, aber die Frau hat ihren Job scheinbar gut gemacht. Saubere Landung und sie war die einzige, deren englische Ansagen man einwandfrei verstanden hat. Sehr gut, weiter so.
In Antalya angekommen wurden sofort beim Aussteigen abgefangen (man hatte unsere Namen auf ein Pappschild gekritzelt und das schon auf dem Rollfeld, als wir die Treppe runterkamen, hochgehalten) und uns in einen gesonderten Bus verfrachtet. Dieser fuhr uns nicht direkt in den Knast, sondern zu einem anderen Terminal. Es stellte sich heraus, dass wir gemeinsam mit anderen Transitreisenden (also alle, die in Istanbul umgestiegen waren) eine Sonderbehandlung erhielten und zu einem Gepäckband fuhren, auf dem nur unsere Koffer rauskamen. Das waren dementsprechend maximal 2 Dutzend Koffer und es ging verdammt fix. Ronnys Tasche war sogar die allererste auf dem Band. Eine weitere Pemiere
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Vom Flughafen wurden wir von Ronnys Dad abgeholt und nun begann der spannende Teil der Reise: Autofahren für Fortgeschrittene. Wir hatten ca. 30 Minuten Fahrt zur Marina vor uns, einmal quer durch Antalya. Was wir dabei gelernt haben? Die eingezeichneten Spuren auf der Straße interessieren keine Sau und müssen möglichst oft gekreuzt werden. Auf jede Spur passen mindestens 2 Autos und ein Roller. Die rot umrandeten Schilder mit Zahlen drauf, sind als Mindestgeschwindigkeit anzusehen. Rote Ampeln zeigen einem, dass man spät dran ist und besser nochmal Gas gibt, weil Anhalten jetzt das Allerletzte ist, was man tun sollte. Man stellt sich die Frage, warum kein Türke in der Formel1 fährt. Doch wie auch immer: Wir haben es überlebt.
Da es nun schon ca. 20:30 türkischer Zeit war, stand nicht mehr viel auf dem Plan. Kurz die Sachen aufs Schiff schmeißen und zu Abend essen gehen. Die Wahl fiel auf das Restaurant in der Marina (eigentlich auch die einzige Möglichkeit, ohne sich nochmal der Todesgefahr des Autofahrens auszusetzen). Aber die Wahl war gut. Plätze direkt am Meer mit cooler Aussicht, deutlich nobler als ich normalerweise zu speisen pflege und dennoch günstiger
. So haben wir ein sehr gemütliches Abendessen mit einer Flasche Wein zu uns genommen. Ein sehr schöner Beginn.
Danach gings zurück aufs Boot, noch 1-2 Dosenbiere wurden getrunken und dann ab ins Bett.
