Nicht, dass ich nun klingen möchte wie ein Linker, aber wenn es ums Schneeräumen geht, hört der Spaß doch wirklich auf *g*. Ich finde es eine Frechheit, dass Hauseigentümer dazu verpflichtet sind ihren Gehweg von Schnee zu räumen, aber die Straßen in vielen deutschen Städten (auch Hauptstraßen) 24 Stunden nach dem Schneefall immer noch nicht frei befahrbar sind. Doch wenn Unfälle passieren, sind natürlich nur die Autofahrer Schuld, nicht die Stadt. Was nicht weiter schlimm ist, denn ein wenig Eigenverantwortung kann ja nicht schaden. Aber wenn sich jemand auf meinem Bürgersteig hinlegt, ist die Sache nicht einfach. Da kann es theoretisch auch mich treffen, sofern mein Bürgersteig nicht ordnungsgemäß geräumt ist.
Man stelle sich folgendes vor: Ein leicht trotteliger Mitbürger rutscht auf meinem nicht geräumten Bürgersteig aus, fällt und bricht sich den linken arm. In dem Moment komme ich mit meinem Auto angefahren und möchte in die Hofeinfahrt einbiegen. Bei leichtem Gefälle und spiegelglatter Fahrbahn ist mein Auto nicht mehr zu kontrollieren, ich komme ins rutschen und fahre den armen Typ über den Haufen, wobei er sich den rechten Arm bricht.
Das ist natürlich doof gelaufen, aber bin ich jetzt zu 100% daran Schuld, dass er 3 Wochen gefüttert werden muss? Oder war es doch etwa so, dass dieser Mensch keine “dem Wetter angepassten Schuhe” getragen und die Stadt ihre “Schneeräumpflicht” vernachlässigt hat?

