Schon vor ein paar Jahren habe ich mal in einigen Ausgaben von 11Freunde rumgeblättert und fand das alles sehr interessant. Doch zu einem Kauf konnte ich mich nie durchringen, bzw. habe einfach nie mehr daran gedacht. Doch seit ich wieder unter die Dauerbahnfahrer gegangen bin (ich fahre diese Woche gleich das 3. Mal von Düsseldorf nach Hause) brauche ich natürlich etwas Lesestoff. Und da habe ich vor ca. 2 Monaten endlich mal zugegriffen.
Bereut habe ich nichts. Mittlerweile ist es sogar schon so weit, dass seit einer Woche auf die neue Ausgabe warte. Heute ist es soweit und das Cover könnt ihr links bestaunen. Ich bin jetzt schon ganz gespannt, wie gut der Netzer wirklich war … ist nur die Frage ob es hier um Fussball geht, oder ums frisieren. Wir werden sehen.
Das Schöne an 11Freunde ist, dass hier nicht die aktuellen Leistungen der Akteure das Thema sind, sondern eher Geschehnisse abseits des Platzes im Mittelpunkt stehen. Mal erzählt Sepp Meier, wie er sich mit Beckenbauer und Co. während einer WM so richtig betrunken hat, ein ander Mal schreibt der Fussball-Globetrotter Lutz Pfannenstiel wieso er in Singapur im Gefängnis gelandet ist. Oder aber es folgt ein wirtschaftlich profunder Artikel über die finanzielle Situation der englischen Fußballclubs, die allesamt irgendwelchen Investoren gehören … und wieso das nicht unbedingt schlecht sein muss, aber kann.
Das alles ist ein sehr schöner Mix, der den gemeinen Fussballfan in freier Wildbahn nicht als biertrinkenden Assi begreift, sondern man kann sich bei dieser Lektüre trotz oder gerade wegen Fussball irre intellektuell vorkommen
. Noch dazu sind die Artikel qualitativ sehr gut und vor allem auch lustig geschrieben, ohne dass der nötige Ernst verloren geht, wenn er denn angebracht erscheint.
Und um es kurz zu machen: Ich mags, also mögt es auch!
