Die Fahrt nach Cairns verlief reibungslos. Leider konnte ich aus irgendeinem Grund nicht so gut pennen, wie das letzte mal, aber es ging schon. Und so kam ich einigermaßen ausgeruht um 5:40 in Cairns an. Und obwohl es noch sehr früh war, konnte ich gleich merken, dass die Luftfeuchte noch um einige Prozent gestiegen ist. Es war nicht so krass wie in Singapur, aber gemütlich ist anders.
Zum Hostel waren es diesmal 30-40 Minuten Fussmarsch, aber um diese Uhrzeit habe ich nicht wirklich mit einer Abholung gerechnet. Es ging einmal durch die Innenstadt, was den Vorteil hatte, dass ich mich schon mal orientieren konnte. Dass Cairns eine Touristenstadt und auch beim Partyvolk recht beliebt ist, war leicht daran auszumachen, dass noch einige Monster von den Samstag Abend Halloween Partys auf den Straßen rumtorkelten. Bei den meisten war nicht mehr zu erkennen, ob sie Masken trugen, oder ob sie sich selbst so mit Alkohol zugerichtet hatten. Auch egal, sie waren friedlich.
Nach dem Einchecken hab ich mich gleich um Touren gekümmert, um die nächsten beiden Tage zu füllen: Tauchen am Great Barriere Reef durfte natürlich nicht fehlen. Und am Tag danach sollte es auf eine Regenwaldtour gehen. Aber dazu später mehr.
Den weiteren Tag habe ich, wie alle meine Ankunftstage verbracht. Rumlaufen, Stadt anschauen, Food Courts leeressen, Strand anschauen, Hinweistafeln lesen, Stadtplan auswändig lernen. Was man eben so macht. Bald war auch eine Entscheidung gefallen: Ich hatte mir nämlich noch offen gelassen, wie es nach Cairns weitergehen sollte.
- Alternative 1: Ich verbringe 6 Tage in Cairns und fahre dann mit einem Bus in 3 Tagen durch halb Australien nach Alice Springs (geschmeidige 2400km). Die Tour soll sehr cool sein, weil man eben wirklich mal 3 Tage fernab der Zivilisation ist, bei Rinderfarmern übernachtet und solche Späße. Ich hätte dafür aber lange in Cairns bleiben müssen, weil der Bus nur einmal die Woche losfährt, nämlich samstags. Und es war gerade Sonntag.
- Alternative 2: Ich bleibe auch in Cairns nur 3 Tage und fliege nach Alice Springs, womit ich knappe Woche spare (kürzer in Cairns und keine lange Busfahrt)
Die Entscheidung lautete, dass ich fliegen würde. Ich fand Cairns einfach nicht so toll, als dass ich da 6 Tage bleiben wollte. Die Stadt hatte für mich einfach keinen Charm, keinen Strand, war nicht schön, nur sehr touristisch. Natürlich hätte man die Zeit gut rumbringen können, denn es gibt dort viele Aktivitäten, die man in Form von Touren machen kann (von Rafting über Fallschirmspringen über Bungee), doch vieles ist für mich eben nichts Typisches für diese Region, also habe ich mir das gespart (Schiss vor Bungee hab ich natürlich eh nicht …
). Es gibt auch Backpacker, die trinken dort einfach ein paar Wochen lang. Kann man glaub auch ganz gut machen. Hatte ich aber auch keine Lust drauf.
Am Abend hab ich mir noch das Formel 1 Rennen bei nem leckeren Burger angeschaut und bin danach noch kurz in ein Irish Pub. Dort hat eine ganz nette Metallica-Cover-Band gespielt. Das ging ganz gut ab, aber ich habe nicht übertrieben, da am nächsten Tag das Tauchen anstand. Und das wollte ich mich auf keinen Fall verderben.

[...] Tag 19: Ankunft in Cairns [...]