Heute standen zwei Touren auf dem Programm. Mit der ersten gings um 4:35 los: Sonnenaufgang schauen. Wer denkt, er ist um diese unmenschliche Zeit der einzige Trottel, der wach ist, liegt am Ayers Rock falsch. Als ich aus dem Zimmer kam war gefühlt das ganze Hotel auf den Beinen und es warteten schon 50 Mann auf den Bus. Zum Glück kamen gleich zwei Busse, so dass die Leute ohne größeres Gedränge Platz fanden. Voll wurden dann trotzdem beide, weil auch noch Leute aus den anderen Resorthotels eingepackt wurden.
Das Gebiet um den Ayers Rock ist ein Nationalpark, also muss man mit dem Bus erstmal an einem “Grenzposten” vorbei und Eintritt zahlen. Wenigstens waren die 20€ Eintritt in meinem fürstlichen Paket schon mit drin. Danach gings direkt zum Sunrise-Viewing-Spot. Dabei handelt es sich um eine große Aussichtsplattform auf einer Düne. Von dort blickt man auf den Ayers Rock und hat die aufgehende Sonne genau im Rücken, so dass man beim Sonnenaufgang schön das Farbenspiel auf Uluru sehen kann. Ich will niemandem die Freude daran vermiesen, aber es ist eben so, wie es immer bei solchen Top-Sehenswürdigkeiten ist: Grundsätzlich ist der Sonnenaufgang echt toll anzusehen, doch die ganze Stimmung wird “ein bisschen” zerstört, wenn 20 Busse hunderte oder tausende von Leute ausspucken, die sich dann auf der Aussichtsplattform drängen wie in einem ausverkauften Fussballstadion. Trotzdem war es ganz nett.
Danach gings mit dem Bus weiter direkt zum Felsen. Eigentlich kann man Uluru besteigen, was ich natürlich tun wollte. Aber leider war der Aufstieg gesperrt, weil es zu windig war. Scheinbar schmieren da immer mal wieder ein paar unvorsichtige Leute ab. Und einmal in Fahrt, wird man eben von nichts gebremst bis man unten aufschlägt, denn auf dem Fels wächst genau nix. Und deshalb sind die wohl etwas vorsichtig. Das Alternativeprogramm bestand in einer kleinen Wanderung am Fels entlang, wobei der Guide viele Geschichten der Aborigines zu Uluru zu erzählen wusste. Auch ganz interessant. Das Ende der Tour bestand in einem Besuch des Kulturzentrums. Hier hat man noch mehr über die Aborigines gelernt und konnte tolle, überteuerte Souvenirs kaufen. Danach war Tour 1 beendet und 4 Stunden Pause angesagt.
Die Pause hab ich am Hotelpool verbracht und am Nachmittag ging es dann zu Tour Nr. 2. Hier wurde zunächst Kata Tjura besucht. Das ist eine weitere Gesteinsformation die ähnlich entstanden ist wie der Ayers Rock, und sogar noch viel größer ist, aber dafür nicht so bekannt und auch nicht ganz so heilig. Es handelt sich auch nicht um einen einzelnen Brocken, sondern um 36 einzelne Felsen, die zusammen quasi ein kleines Gebirge bilden. Auch sehr imposant anzuschauen, eigentlich sogar ein bisschen interessanter als Uluru muss ich sagen. Und nachdem wir dort ein bisschen rumgewandert sind, gings wieder zurück zum Ayers Rock: Diesmal zum Sonnenuntergang. Wieder dasselbe Spiel: Viel zu viele Menschen, und diesmal war es auch noch bewölkt. Also hätte man sich das auch sparen können. Naja, fast … es gab wenigstens Weißwein und Rotwein … mit free-refill … yeah yeah … so macht der Sonnenuntergang trotzdem Spaß
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Und damit war das Must-Seen-Event auch abgehandelt. Mehr kann man dort nicht machen. Felsen von allen Seiten gesehen und weg. Ich bin mir nicht ganz schlüssig, ob sich die Reise gelohnt hat. Immerhin fliegt man da extra hin und auch wieder weg, weil in 1000km Umkreis sonst nix ist (außer Alice Springs). Trotz der riesigen Entfernung, würde ich wohl trotzdem jedem empfehlen mit dem Auto die Reise zu machen. Erstens sind die Flüge nicht günstige und zweitens kann man alles, was ich auf den zwei Bustouren gesehen habe, auch einfach selbst mit dem Auto machen. Das spart Geld und man kann sich auch ein paar andere Fleckchen suchen, um den Uluru zu betrachen, ohne dass man mitten im Getümmel steht. Ich denke, dann ist die ganze Sache noch deutlich “magischer”.
Am Abend habe ich zufälligerweise noch zwei Jungs getroffen, die ich noch aus Airlie Beach kannte (die waren dort in meinem Zimmer). Mit denen habe ich mir abends noch die One-Man-Live-Band im Hotel angehört und dabei noch ein paar überteuerte Biere getrunken. Danach gings ins Bett. Die anderen Leute in meinem Zimmer schliefen schon, doch das sollte wohl nicht so bleiben … (siehe nächster Tag)










