Heute würde ich die heißen Klimazonen verlassen und wieder in gemäßigtere Gefilde zurückkehren: Der Flug nach Perth stand an. Da der Airport-Shuttlebus erst um 11:35 losging konnte ich gemütlich aussschlafen und frühstücken. Theoretisch. Leider machte mir mein Zimmergenosse einen Strich durch die Rechnung. Als ich ins Bett ging, haben meine 3 Mitbewohner schon gepennt. Die Klimaanlage war aus, denn es wurde nachts noch angenehm kühl. So konnte man gemütlich ohne Decke, nur mit einem ganz dünnen Laken, pennen. Doch scheinbar wurde es über Nacht jemanden doch etwas zu warm (ich habe den Typ im Bett unter mir im Verdacht).
Das merkte ich daran, dass ich gegen 4.00 aufwachte … durch meinen eigenen Schüttelfrost. Die paar Bier und mein generell fester Schlaf haben wohl dafür gesorgt, dass ich erst kurz vor dem Erfrierungstod aufgewacht bin. Der Grund war auch klar: Die Klimaanlage, welche ein Meter von mir entfernt an der Wand hing, war auf 16° und volles Gebläse eingestellt. Das Teil röhrte wie eine Flugzeugturbine und bließ volles Rohr eisige Luft direkt in mein Bett. Herzlichen Dank auch. Bis ich mich mit meiner richtigen Decke und Fötusstellung wieder aufgewärmt hatte, hat es ein bisschen gedauert und die Nacht war im Arsch. Doof das. Ansonsten passierte nichts Weltbewegendes mehr in der Wüste … erhm … im semi-ariden Gebiet. Der Shuttlebus kam pünktlich und brachte mich zum Flughafen, der ungefähr die Größe einer Bushaltestelle hat. Hier fliegen halt nur 5 Flugzeuge pro Tag. Dafür geht alles sehr schnell und man bringt sein Gepäck fast selbst bis in den Laderaum.
In Perth pünktlich angekommen -> Shuttlebus in die City -> Einchecken -> Gabriel kontaktieren und Treffpunkt ausmachen -> 15 Minuten spärt in der Innenstadt treffen. Lief wie am Schnürchen. Gabriel und Angela sind vor zwei Wochen in Perth angekommen und starten gerade ein Jahr Work&Travel-Aufenthalt in Australien. Und da ich nicht auf deren Abschiedsfeier sein konnte (da war ich schon hier), haben wir das nun quasi nachgeholt. Zunächst wurde sich ein bisschen im Stadtviertel Northbridge umgeschaut, wo mein Hostel war. Das ist das Studenten- und Backpackerviertel, so dass sich dort abends das Nachtleben von Perth abspielt. Vor allem an einem Samstag wie heute. War echt gut was los.
Nach der ersten Orientierung gabs erstmal leckeres Steak bzw. Burger zum Abendessen und danach haben wir uns in 2-3 Pubs umgeschaut. In einem der Pubs sind wir dann noch auf ein paar Bier hängengeblieben und haben dort probiert unsere Rugby-Regelkenntnisse zu vertiefen. Mit mässigem Erfolg. Immer noch ein komischer Sport. Leider mussten die beiden relativ früh wieder los, weil sie doch recht weit außerhalb von Perth wohnen und die öffentlichen Verkehrsmittel nicht länger als 0:00 in die Ecke fahren. War aber auf jeden Fall schön die beiden nochmal zu sehen. Mal sehen, vielleicht besuch ich sie ja nächstes Jahr nochmal
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