Tag 14 & 15: Planung und Entspannung

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Eigentlich wollte ich am 14. Tag schon mit dem Zug weiter nach Cairns fahren, und zwar mit dem “The Sunlander”. Dieser Zug fährt die knapp 1500km am Stück und ist scheinbar recht bekannt, weil er durch sehr schöne Landschaften fährt und dabei mehrere Klimazonen durchquert. Doch bei meiner Fraser Island Tour hat mit ein Belgier vom Schnorchel an den Whitsundays vorgeschwärmt. Da ich nach Fraser Island keine Lust hatte mich am Abend noch zu entscheiden was ich nun mache, hab ich kurzerhand meinen Aufenthalt hier im Hostel um einen Tag verlängert um in Ruhe planen und buchen zu können.

Ich hatte zwar schon was über die Whitsundays gelesen und wusste, dass die toll sein sollen, wollte sie aber eigentlich überspringen. Doch nach den überschwänglichen Erzählungen habe ich dann meinen Plan geändert und verzichte auf den Sunlander, fahre nicht direkt nach Cairns, sondern erstmal mit dem Bus nach Airlie Beach. Diese kleine Hafenstadt ist eine bekannte Backpackerstation und von dort starten die meisten Touren zu den Whitsundays. Nachdem ich also die Busfahrt und eine Unterkunft gebucht hatte, hab ich mich am Strand von Hervey Bay lang gemacht und Tag 14 sehr relaxt verbracht.

Der Bus nach Airlie Beach startet immer erst um 20:55 und fährt dann 12 Stunden die Nacht hindurch. So hatte ich Tag 15 eigentlich auch noch komplett in Hervey Bay. Da man jedoch morgens Auschecken muss und dann nicht mehr duschen kann und so, hab ich die meiste Zeit im Hostel verbracht und war nicht mehr groß am Strand schwimmen. Blog schreiben muss ja auch mal sein. Und da das Hostel absolut top ist (Flashpackers Hervey Bay … wer hier vorbeikommt, sollte das Hostel nehmen), machte mir das auch gar nix aus. Am Abend haben die Hostelbesitzer noch für die versammelte Mannschaft, bzw. wer für 8$ (ca. 6€) mitmachen wollte, Pizza bestellt. So standen dann 20 große Pizzen rum und man konnte sich frei bedienen. Auch hier wurde ich meinem Ruf gerecht und hab knapp 2,5 Pizzen verdrückt. Man will ja nichts verkommen lassen. Was kann ich auch dafür, wenn die Mädels alle nur eine halbe Pizza schaffen. Außerdem wartete noch eine lange Busfahrt auf mich :) .

Um 20:30 wurde ich dann mit einem Van zur Greyhound-Station gebracht. Die 2-3 Kilometer könnte man auch laufen, aber da die dort sowieso Leute einsammeln, die am Abend noch ankommen, nimmt man das natürlich gerne mit. Der Greyhound hatte leider etwas Verspätung, so dass die 12-Stunden-Tour erst gegen 22:00 losging. Ich war gespannt …

Tag 13: Fraser Island

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Nach ca. 5 Stunden Schlaf war die Nacht vorbei und bald wurde ich zur Tour abgeholt. Ab gings mit einem 8-Personen-Jeep zur Fähre nach Fraser Island. Wieso das unbedingt ein Jeep sein muss wird schnell klar: Fraser Island ist eine 120km lange Düne. Auf ihr wachsen zwar auch Urwälder, aber alles in purem feinen Sand. Somit gibt es dort auch keine befestigten Wege, sondern man düst immer über Sandpisten. Von der Anlegestelle geht es erstmal 10km quer über die Insel ans Ost- bzw. Pazifikufer. Dieser Weg ist ziemlich abteuerlich und ich hab mir nicht nur einmal den Kopf an der Decke des Jeeps angehauen. Auf der anderen Seite angekommen, wird es dann richtig lustig. Dort wartet nämlich der Fraser Island Highway auf uns. Heißt: Der breite Sandstrand. Und da der Sand dort, wo immer die Brandung aufschlägt, recht fest ist, kann man hier schön Gas geben. Und so brettern Dutzende von Jeeps mit um die 100 Sachen direkt am Wasser den Strand entlang. Das macht echt Laune. Falls ich nochmal herkomme, miete ich mir selbst einen Jeep. Man kann dort nämlich auch mit der eigenen Karre hinkommen :)

Außer der coolen Jeepfahrt gibts auf der Insel natürlich auch sehr nette Sachen anzuschauen. Wir waren bei Eli Creek (ein Süßwasserbach der idylisch zum Meer fließt … das Wasser ist übrigens glasklar und schmeckt auch gut … sieht auf den Bildern nur braun aus, weil man den sandigen Boden sieht), am Indian Head (ein Aussichtspunkt mit hohen Klippen .. der einzige Stein auf Fraser Island), an den Champagne Pools, bei der Maheno (ein Schiffswrack am Strand), an der Central Station (ehemalige Holzfällersiedlung im Regenwald) und am Lake McKenzie (Süßwassersee aus Regenwasser, deshalb total klar).

Bei der Tour waren wir insgesamt 12 Stunden unterwegs und erst bei Sonnenuntergang gegen 18 Uhr wieder zurück. Man kann das alles auch mit 2-Tages-Tour erledigen und eine Nacht in einem Resort auf der Insel verbringen. Das ist sicher auch nicht schlecht, aber mehr sieht man dabei auch nicht. Man muss nur nicht so früh aufstehen ;) . Ich war mit dieser Tagestour super zufrieden, vor allem weil wir nur in einer kleinen Gruppe unterwegs waren und der Guide saucool war. Man hätte auch ne Bustour machen können, mit 4-achsigen Busmonstern, aber ich denke das wäre nicht so lustig gewesen. Vor allem sind die nicht so schnell unterwegs ;) . Alles in allem sollte man sich aber Fraser Island auf jeden Fall mal anschauen, wenn man in der Gegend ist. Die Insel ist es wert, auch wenn der Spaß recht teuer ist. Unter 180$ gibt es keine Touren. Und auch wenn man mit dem eigenen Jeep rüberfährt wird es nicht billiger, weil die Überfahrt mit der Fähre pro Jeep schon 350$ kostet. Aber egal. Trotzdem machen.

Tag 12: Auf nach Hervey Bay

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Heute war Reisetag, ausschließlich Reisetag. Zum Einen, weil ich eine längere Strecke vor mir hatte, zum Anderen, weil ich doof bin.

Aber erst noch ein paar Worte zur Nacht: Die war ekelhaft. Das Hostel war eigentlich ganz in Ordnung, aber auch das beste Hostel kann nichts für den Gestank, wenn sich seine Gäste nicht waschen. Und ich hatte diesmal das Nichtduscherzimmer erwischt. Zuerst dachte ich, ich hätte nur einen Typen dieser Spezies erwischt (wie schon auf Facebook berichtet). Der war schon schlimm genug. Die Hände und Füße dreckig als wäre er grad vom Spargelstechen gekommen, dazu komplett verschwitzt und die Haare verklebt. Sein Bettlaken war auch mit schwarz-braunen Flecken übersäht, der schlief da wohl schon länger drin. Doch die anderen beiden waren nicht viel besser. Kandidat Nr. 2 hat den ganzen Tag lesend im Bett verbracht und nie das Zimmer verlassen. In einem Zimmer, in dem man die Fenster nicht öffnen kann, reicht das allein meist schon für eine nette Duftnote. Als er sein Bein aus dem Bett baumeln ließ, sah ich, dass auch er der Spargelstecherfraktion angehören muss. Ich weiß nicht mal, wie man seine Beine in einer Großstadt so vermatscht kommt. Nr. 3 hat das einzig Richtige in dieser Situation gemacht und sich schon schön früh weggesoffen. Womit zum Verwesungsgestank noch eine gepflegte Alkoholfahne hinzukam. Eine explosive Mischung … ein Streichholz hätte ich darin nicht gezündet. Meine einzige Idee war mir auch schnell einen Sixer reinzuhauen. Leicht angetrunken und mit der nötigen Bettschwere durch die Lauferei, konnte ich doch ein bisschen Schlaf finden und bin dann morgens früh aus dem Höllenpfuhl entschwunden. Grausam.

So, genug ekelhafte Dinge erzählt. Kommen wir nun zu den dummen Dingen. Geplant hatte ich den Bus um 12:00 von Brisbane nach Hervey Bay zu nehmen. Fahrzeit etwas mehr als 5 Stunden. Vorher war ich noch gemütlich frühstücken, nochmal kurz ein bisschen durchs Bankenviertel schlendern und dann schon so um 11:00 an der Greyhound Station. Also genug Zeit.

Ich hatte ein Ticket für die Linie #403 gebucht und so gegen 11:30 fuhr auch ein Bus ein. Der hatte jedoch die Nummer #406 anstehen. Scharfsinnig dachte ich mir, dass das eine andere Linie sein muss. Klare Sache, mein Bus ist noch nicht da. Nur Weicheier stellen sich am Schalter an und Fragen nach. Der hier fuhr zwar auch in meine Richtung, aber war halt ne andere Nummer. Und da der Bus ziemlich voll war, hab ich mich gefreut, dass ich da nicht mit rein musste. Um 11:55 war immer noch kein Bus mit der #403 da … hat wohl Verspätung. Punkt 12:00 fährt der andere Bus ab: Ich werde etwas unruhig. Als dann bis 12:30 zwar einige Busse ankommen, aber alle mit 500er-Nummern, habe ich einen doofen Verdacht und werde Weichei: Ich stelle mich am Schalter an.

Bald werde ich darüber aufgeklärt, dass die Nummern, die am Bus stehen, einfach nur den Bus kennzeichnen, nicht aber die Route die er fährt. Denn VIELE Busse fahren dieselbe Linie fahren. Macht auch Sinn wenn die Fahrt der Linie #403 von Brisdane nach Cairns > 30 Stunden dauert. Wär schon doof mit nur einem Bus. Gut, wenn man dazu noch Sparfuchs ist sich ein Ticket mit Busbindung besorgt hat, das man eigentlich nicht für einen späteren Bus nutzen darf. Doch auch hier hatte ich wieder Glück oder der Shreks-Gestiefelter-Kater-Blick hat geholfen: Ich durfte mit dem Ticket auch einen späteren Bus benutzen, weil da eh nicht viel los war. Puh. Nächster Versuch um 15:00.

Diesmal hab ich mich informiert welcher Bus meiner ist und los ging die wilde Fahrt. Leider gab es hier auch mehr Stops, womit die Fahrt 6 statt 5 Stunden dauerte. Wenigstens war einer der Stops am Australia Zoo von Steve Irwin, so dass ich dort wenigstens noch ein kleines Foto vom Schild machen konnte. Besser als nix. Für einen Besuch war leider keine Zeit. Um 21:00 war ich dann endlich am Ziel. Ich hatte mich schon auf einen 4km-Marsch zum Hostel eingestellt, aber netterweise wurde ich von denen abgeholt. Ich hatte vorher Bescheid gegeben, dass ich später ankomme, weil manche Hostels nur bis 20:00 Checkin machen. Sehr nett. Kurz nach der Ankunft gings ins Bett, weil ich am nächsten Morgen schon wieder um 6:00 für eine Tour zu Fraser Island abholt werden würde. Was ein Stress … ich hab doch Urlaub ;)

Tag 11: Brisbane – Climb the City

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Heute musste ich relativ früh raus um meinen Greyhound nach Brisbane zu bekommen. Yay, Greyhound … wer mit einem Rucksack durch Australien eiert muss ja auch mal Greyhound fahren. Ab jetzt bin ich ein richtiger Backpacker ;) . Da ich noch nie Greyhound gefahren bin und auch nicht genau wusste, wo die Station ist, hab ich ziemlich viel Zeitpuffer eingebaut, was dazu geführt hat, dass ich 45 Minuten zu früh da war. Mein Glück: Es war gerade ein anderer Greyhound angekommen, der auch nach Brisbane fuhr. Das nette Mädel am Checkin hat kurz mit dem Fahrer gesprochen und schon durfte ich auch in diesem Bus mitfahren (was nicht selbstverständlich war, weil ich eigentlich ein Billigticket mit Busbindung hatte). So blieb mir Warterei erspart und mehr Zeit für Brisbane. Dort bleibe ich nämlich nur für eine Nacht. Praktisch hatte ich da heute den ganzen Tag, weil Brisbane nur ca. 80 Milen von Gold Coast entfernt ist und ich schon um kurz nach 10 dort im Hostel aufgeschlagen bin. Perfekt.

Kurz Sachen abstellen und los ging der Stadtrundgang. Brisbane hat 1,8 Mio Einwohner, wäre also in Deutschland die drittgrößte Stadt, und ist es in Australien auch. Aber bisher wusste ich über sie gar nix … und ich muss zugeben, das hat sich nicht wirklich geändert.

Brisbane liegt direkt an einem Fluß und reicht bis ans Meer. Das Zentrum, wo auch mein Hostel ist, ist jedoch einige Kilometer davon entfernt. Insofern bin ich da gar nicht hingekommen. 1988 gab es hier eine Expo und das Gelände liegt direkt gegenüber der City am anderen Flussufer. Dort bin ich ein bisschen durchgeschländert: Von der Expo ist einer Park und ein künstlicher Sandstrand am Fluss geblieben. Echt ganz nett zum Ausspannen. Die Innenstadt selbst ist wie meistens: Viele Geschäfte, viele Hochhäuser, viel Betrieb. Zwischendurch stehen hier aber immer mal ein paar alte Gebäude aus der Kolonialzeit, was das ganze etwas auflockert.

Mein Brisbanehighlight war der Kangaroo Point, der an das Expo-Geländer anschließt. Dabei handelt es sich um ein Plateau, das einige Meter vom Flußufer entfernt um 20-30m senkrecht aufsteigt und somit quasi Klippen direkt am Flussufer bildet. An diesen Klippen sind viele Haken und sogar dauerhaft Seile (Topropes) befestigt, so dass sich dort Dutzende von Kletterern tummeln. Die Klippen sind auch unterschiedlich steil und ausgesetzt, so dass für ziemlich jeden was passendes zum Kraxeln dabei sein sollte. Noch dazu gibt es sowohl oben auf dem Plateau, als auch untem am Flussufer die beliebten öffentlichen Gasgrillplätze, so dass sich dort Klettern und geselliges Beisammensein optimal kombinieren lassen. Dazu der Blick auf die Skyline am anderen Flussufer. Was will man mehr.

Ansonsten konnte ich in Brisbane meinen Starbuckstassenvorrat weiter aufstocken (Singapur, Sydney, Gold Coast und Brisbane). So langsam muss ich mir mal Gedanken machen, ob ich nicht noch ein Päkchen nach Hause schicke. Die Dinger werden so langsam schwer.

Tage 8 – 10: Gold Coast

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Am 8. Tag stand dann die Reise zur Gold Coast an. Ich hatte die Wahl zwischen 13 Stunden Busfahrt oder 1:20 Stunden Flug. Der Flug war 30$ günstiger. Schwere Entscheidung … ;) . Da der Flug erst um 14:45 abging, hatte ich am Morgen nochmal Zeit gemütlich mit meinem Groundhopper-Kumpel (seinen Namen hab ich entweder nach dem 10. Bier vergessen, oder nie erfragt) zum Fishmarket zu fahren. Dort gabs diesmal eine gemischte Tüte mit fritierten Meeresfrüchten. Auch gut, aber nicht so toll wie der rohe Fisch 2 Tage zuvor.

Noch die letzten Eindrücke von Sydney genossen und dann zum Flughafen. Der Flug mit dem Billigflieger ging problemlos von statten und um ca. 15:00 war ich an der Gold Coast. Wieso 15:00? Weil es zwischen Gold Coast und Sydney wieder eine Stunde Zeitunterschied hat, obwohl man nur nach Norden fliegt. Der Grund ist, dass New South Wales (der Staat in dem Sydney liegt) eine Sommerzeit eingeführt, Queensland jedoch nicht. Der Reisebus vom Flughafen zur City Surfers Paradies hatte außer mir nur noch 2 Mitfahrer. Deshalb hat uns der nette Busfahrer direkt vor unseren Hotels/Hostels abgesetzt. Sehr nett.
In den 3 Tagen habe ich ehrlich gesagt nicht wirklich viel gemacht. Die Ecke hier ist halt ein reines Touristengebiet. Da kann man sich halt an den Strand legen oder sich abends mit Horden von Engländerinnen in zu knappen Röcken in überteuerten Clubs betrinken. Oder einen Freizeitpark besuchen: Sea World, Dream World, Movie World … alles am Start. Ich habe mich einfach für den Strand entschieden. Nach 6 Tagen Dauerrumgelaufe fand ich das auch mal ganz nett. So kam ich endlich mal wieder dazu zwei Bücher zu lesen. Und Blog zu schreiben. Und nachzudenken. Und abends am Strand gemütlich ein paar Bierchen zu trinken. Darüber lässt sich zwar nicht viel schreiben, aber ich fand es sehr relaxt. Und den obligatorischen Sonnenbrand hab ich endlich auch (aber nur ein bisschen). Wurde ja auch Zeit.

Das einzig Erwähnenswerte passierte dann vor knapp 2 Stunden. Bisher waren alle Australier immer sehr nett und richtig kumpelhaft. Man wird von allen mit “Mate” oder “Buddy” angesprochen, und die Leute entschuldigen sich auch, wenn ich sie über den Haufen renne. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. So ist mir gerade auf der Straße erst ein leicht im Gesicht blutender Asiate begegnet, der schnellen Schrittes an mir vorbeilief. Und kurze Zeit spät sprach mich ein Australier mit der Statur eines Rugbyspielers der vordersten Front an und macht sich über den blutenden Asiaten lustig. Somit war klar, wer für das Blut verantwortlich war. Es dauert nicht lange, bis er merkte, dass er in mir keinen Einheimischen vor sich hatte. Gleich durfte ich mir anhören, dass er alle Ausländer hasst. Vor allem die, die nach Australien kommen um den Australiern ihre Kultur aufzudrängen. Und am aller schlimmsten wären die, die noch nicht mal Englisch können. Er fragte mich woher ich käme und wie ich Australien fände und ob ich denken würde, meine Kultur wäre besser. Die Tatsache, dass ich mich auf englisch mit ihm unterhalten konnte, nur das Beste über Australien zu sagen hatte und dass ich zugegeben habe, dass “Wir” (und auch natürlich auch Ich persönlich) 1945 von Australien vernichtend geschlagen wurden, hat ihn besänftigt. So blieb mir das Schicksal des Asiaten erspart und ich konnte dann irgendwann ungeschoren in Richtung Hostel abbiegen.

Sydney Love

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Zeit für ein kleines Sydney-Fazit (auch wenn ich mir sowas für Singapur gespart habe). Am ersten Tag war ich von Sydney etwas enttäuscht. Ich war da zunächst nur in der Innenstadt, und habe Vergleiche mit New York, London, oder ähnlich großen Städten angestellt. Wenn man eine riesige Metropole erwartet, dann kann Sydney nicht so wirklich mithalten, denn es ist nicht so hektisch und overcrowded. Das Feeling ist ein anderes.

Erst am 2. und 3. Tage habe ich Sydney dann schätzen gelernt. Die Stadt ist ziemlich weitläuft. Überall sind kleine Buchten, überall ist es grün. Einfach sehr schön. Sydney ist wie eine riesige Kleinstadt mit vielen schönen Ecken. Es ist alles ein bisschen “ländlicher”, nicht so hektisch wie z.B. New York. Dazu kommt, dass ich die Mentalität hier sehr nett finde. Ich denke die haben hier die richtige Mischung aus USA und Europa. Alles mit ein bisschen weniger Show als in den USA, aber auch nicht so steif wie manchmal in Europa. I like. Zum wirklichen Sightseen braucht man hier nicht länger als 2-3 Tage zu bleiben, denn die bekannten Sehenswürdigkeiten habe ich abgegrast. Aber ich denke zum Leben ist hier ganz nett.

Außerdem wird man hier wohl auf einer Skala von 1 – 10 sofort um 2 Punkte schöner. Es gibt hier kaum hässliche Menschen. Vor allem nicht am Strand. Könnte aber auch daran liegen, dass die hier alle Joggen wie die bekloppten.

Und wer zu faul sich die anderen 4 nachgelieferten Beiträge zu Sydney durchzulesen, kann sich auch einfach hier eine kleine Bilderauswahl anschauen: Bilder

Tag 7: Beach Boy

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Heute war Strandtag. Irgendwo müssen ja die Surfer sein. Und es war nicht schwer sie zu finden. Der bekannteste Strand Sydneys ist Bondi Beach. Dieser Strand ist ganz einfach mit Bus und Bahn zu erreichen. Von der City braucht man 20-30 Minuten und schon ist man da. Und wie zu erwarten war: Surfer überall. Der Strand scheint sich aber auch 100%ig dafür zu eignen, denn obwohl kaum Wind war, kamen schön große und breite Wellen rein. Auch als Nichtsurfer konnte man die idealen Bedingungen erahnen.

Und weil es hier so schön war, habe ich mir danach gleich noch den nächsten Surfspot angeschaut. Und zwar ging es vom Hafen aus mit der Fähre nach “Manly”, so heißt ein kleiner Vorort Sydneys an der Pazifikküste. Zuerst dachte ich die “Manly Ferry” sei irgendwas Gefährliches … ist es nicht ;) . Von der Fähre aus kann man super Bilder von der City und der Oper machen. Allein dafür lohnt es sich schon eine Fahrt zu buchen. In Manly angekommen läuft man erst eine hübsche Shopping-Meile entlang und kommt dann auch wieder an Surfstrände an der Pazifikküste. Hier waren nicht wirklich viele Surfer im Wasser, aber die Surfschulen vor Ort zeigen, dass hier manchmal auch mehr Betrieb ist. Schön war es allemal.

Zurück in Sydney habe ich mir noch die Botanic Gardens von Sydney angeschaut. Die schließen direkt an den Hafen von Sydney an, aber bisher war ich nicht drin, weil man die immer schon um 18:30 verlassen haben muss. Auch wenn ich jetzt nicht sooo der Pflanzenflüsterer bin, war der Garten trotzdem sehr nett anzuschauen. Vor allem weil es von hier auch wieder sehr schöne Blicke auf das Meer, die Brücke,  die City und die Oper gibt.

Ein freier Abend und ein Sixpack Bier. Dabei lässt sich doch schön der Sydneybesuch aufarbeiten … Schön wärs. Plötzlich befand ich mich in einer Gruppe aus Kanadiern, Engländern und Franzosen die mich zu lustigen Trinkspielen aufgefordert haben. Und schließlich kam noch ein deutscher Groundhopper dazu, der mir dann den Rest des Abends seine Fussballerlebnisse in so ziemlich allen Ländern dieser Erde erzählt hatte. Da das ein bisschen dauert, mussten wir auch nochmal für Nachschub aus dem Liquor Store sorgen. Wars also doch nix mit dem ruhigen Abend.

Aber wie ihr seht hab ich es doch noch irgendwann geschafft ;)

Tag 6: Fishmarket und Sydney bei Nacht

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Nach 12 Stunden Schlaf geht es munter weiter mit der Sightseeingtour. Sich mal wieder ausgeruht fühlen tut gut. Da ich den Hafen ja schon besichtigt habe, geht es zunächst mal zum Sydney Fishmarket. Und dies sollte gleich mein Highlight des Tages werden. Denn hier ist der Fischmarkt noch ein Fischmarkt, kein Rummelplatz wie in Hamburg. Wer also gerne Fisch ißt und sich das ganze drumherum mal anschauen will, ist hier richtig. Ansonsten sollte man da nicht hingehen. Ich habe mir dort dann zu einem verfrühten Mittagessen Sashimi vom ganz frischen Fisch runterschneiden lassen und will seitdem nicht anderes mehr Essen. Der beste rohe Fisch, den ich je gegessen habe.

Danach ging es über Darling Harbour (ein weiteres nettes Hafenviertel von Sydney) zur Harbour Bridge und über dieselbe rüber nach North Sydney. Von dort hat man einen super Blick rüber auf die City und die Oper. Später wurde noch ein bisschen durch die City gebummelt, dies und das fotografiert und schließlich noch Fish&Chips zu Abend gegessen. Lecka.

Da mich die Sicht von North Sydney doch ziemlich begeistert hat, bin ich am Abend nochmal mit der Bahn rübergefahren und habe nette Nachtfotos geschossen. Und da ich schon mal dabei war, bin ich auch nochmal andere Spots abgelaufen und habe hier Fotos bei Nacht gemacht. Leider habe ich nur eine Kompaktkamera mit, aber die Bilder sind trotzdem ganz ok. Als ich damit durch war, war es schon wieder 1 Uhr morgens.

Sorry

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Eigentlich wollte ich jeden Tag was schreiben, aber das hab ich schon am 2. Tag verkackt. Ich war jetzt eigentlich nur ca. 6 Stunden zum Pennen im Hostel und sonst nur on Tour. Hab hier “leider” zu schnell zu viele nette Leute getroffen (und echt krasse Typen) mit denen man was unternehmen kann. Jetzt haben wir hier 5:03, sind mit zwei Taxen durch halb Singapur geeiert und will ich grad nur noch pennen.

Ich hoffe, ich komme Morgen dazu mehr zu posten. Es gibt naemlich auch einige coole Bilder zu zeigen. Spaetestensamstag nehme ich mir jedoch die Zeit, weil dann alle anderen schon abgereist sind und ich auf meinen Anschlussflug am Abend warte.

Die Formel 1 geht wieder los *freu*

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Dieses Wochenende geht die Formel1 wieder los … und ich freu mich voll. Wieso? Keine Ahnung. Irgendwie ist mein Verhältnis zur Formel1 ein sehr komisches. Ich war noch nie auf einem Rennen, empfinde Autos doch in erster Linie als einen Gebrauchsgegenstand und irgendwie ist es doch oft langweilig. Und dennoch schaue ich mir jedes Rennen an, stelle mir den Wecker auch auf 5 Uhr morgens wenn es sein muss. Dann klettere verschlafen (und manchmal auch mit Kater) aus dem Bett, schaue mir mit kleinen Augen den Start an und penn oft nach 10 Minuten wieder ein, weil echt nix passiert. Zwischendurch wird immer mal auf den Bildschirm geblinzelt, aber meist hat sich eh nix getan. Sind die Rennen mittags, läuft immer der Fernseher … aber ich sitz dabei meist am PC und schau nur immer mal wieder über die Schulter. Da verpasst man eigentlich auch nichts.

Aber dennoch: Das Rennen nicht zu verfolgen kommt eigentlich nicht in Frage, sofern es zeitlich möglich ist. Man könnte ja doch irgendetwas verpassen. Zum Beispiel wenn Niki Lauda mal wieder sein Kappe zieht. Oder Heiko Wasser den nächsten doofen Spruch raushaut. Oder den nächsten Klamottenunfall von Kai Ebel. Oder vielleicht parkt Schumi mal wieder sein Auto quer auf der Straße um alle anderen zu verärgern. Das alles gehört irgendwie dazu und will ich es nicht missen.

Also werde ich mir kommenden Sonntag wieder den Wecker stellen (die Saison geht in Australien los). Ich werde mich selbst für verrückt erklären, weil mir wahrscheinlich noch der Kopf vom verrauchten LowBrow dröhnen wird. Dann werde ich mir denken, dass die Regeländerungen das Rennen wieder keinen Deut spannender gemacht haben. Vermutlich werde ich auch wieder auf der Couch einschlafen. Aber wisst ihr was: Das alles ist Wurst … ich freu mich drauf :)