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Kategorie : Singapur / Australien 2011

Diesmal musste ich ganze 5 Tage (inklusive dem heutigen) nachholen. Da ich jedoch auch heute nicht wirklich Zeit hatte, habe ich mich etwas kürzer gehalten. Ich musste aber unbedingt mal wieder aufholen, weil ich Morgen erstmal zum Ayers Rock fahre und dort wahrscheinlich kein Inet haben werde. Und danach fliege ich weiter nach Perth und werde dort auf jeden Fall etwas für die Internetverbindung zahlen müssen, weil die Hostels scheinbar alle doof sind :( . Und bevor ich dann irgendwann mal 10 Tage nachholen muss, hab ich mir heute mal ein Stündchen Zeit genommen.
Wie sich jetzt auch herausstellte, war das die richtige Entscheidung. Es hat hier immer mal wieder etwas geregnet und bei Wolken sieht man leider auch in der Wüste keine Sterne, die ich mir eigentlich bei totaler Finstnis anschauen wollte. Aber vielleicht Morgen an Uluru. Ich werde sehen. Gute Nacht :)

+++ Nachtrag +++

Ich habe heute diesen Beitrag als Erstes geschrieben, mit dem PLAN mich kurz zu fassen. Ich habe es nicht geschafft und wieder viel geschwafelt. Also sind die Beiträge trotzdem wieder lang. Es gibt nur nicht so viele Bilder …

Ach ja, hier noch ein Beweis, dass ich wirklich weg bin und nicht nur Bilder von irgendwem klaue.

Die neuen Beiträge von heute:

Tag 22: Vom Regenwald in die Wüste

Kategorie : Singapur / Australien 2011

Und wieder Reisetag. Diesmal nach Alice Springs, in die Wüste, in die Wüste vom Ayers Rock. “In die Nähe” heißt, ca. 450km entfernt. Aber wenn man bedenkt, dass von Alice Springs aus jede andere Stadt mind. 1500km entfernt ist, ist das schon nah. Und diesmal hatte ich sogar etwas Stress. Der Flug ging um 11:25 und der Flughafen ist nicht weit, aber der Ausflug tags zuvor hatte mir einen Strich durch die Rechnung gemacht: Da ich erst so spät heimgekommen war, hatte schon alles zu. Also konnte ich weder den Flughafentransfer zum Flughafen nach Cairns, noch den Transfer vom Zielflughafen nach Alice Springs noch die Weiterfahrt von Alice Springs nach Ayers Rock organisieren. Also stand ich wieder um kurz vor 7.00 auf.

Um das alles per Email zu machen, war es leider etwas zu kurzfristig, also musste ich auch zwei Telefonate führen, die sicher meine Handyrechnung in ungeahnte Höhen treiben werden. Aber was solls. Besser als in der Wüste rumzuhängen, denn hier ist leider nicht ganz so einfach kurzfristig einigermaßen günstig wohin zu kommen, weil die Auswahl an Verkehrsmitteln doch leicht eingeschränkt ist.

Aber wie auch immer, nach einigem hin- und her hat alles hingehauen. Ich wurde zum Flughafen gefahren, war pünktlich im Flieger, bin pünktlich gelandet, wurde am Flughafen abgeholt und in mein Hostel gebracht. Und dort angekommen, konnte ich dann auch gleich die Busfahrt für den nächsten Tag fix machen. Abholung vor Ort. Happy End.

Danach habe ich die obligatorische Erkundungstour durch Alice Springs gemacht. Wirkliche Sehenswürdigkeiten gibt es nicht, aber die Stadt hat einen ganz eigenen Flair. Es leben hier viele Aborigines und es ist ziemlich trocken. Die Stadt wird zum Beispiel von einem Fluss durchquert, der aber nur ein paar Wochen im Jahr Wasser führt. Heute habe ICH IHN durchquert. Zu Fuss. Und außer Sand hatte ich nix im Schuh. Auf meiner Rundtour habe ich auch noch einen kleinen Berg erklommen, von dem man die Stadt überblicken kann, was bei 20.000 Einwohner auch recht übersichtlich ist. Und danach kommt lange nichts. 1500km lang nichts. Das sieht man natürlich nicht direkt, aber wenn man sich in dem Wissen umblickt, ist es schon etwas komisch. Zum Abschluss des Stadtrundgangs schaut ich mal in einen Supermarkt rein, und wie sollte es auch anders sein: sieht aus wie überall. Groß wie ein Realmarkt bei uns, frisches Obst, frischer Fisch, frisches Fleisch. Heute alles kein Problem. Weiß ich auch. Trotzdem komisch. Bei 1500km und so. Bald schau ich, ob sowas auch auf dem Mond rumsteht.

Und dann war auch dieser Tag schon wieder gelaufen. Eigentlich hatte ich geplant in der Dunkelheit nochmal zum Berglein zu schlurfen um mal zu schauen, wie der Sternenhimmel in trockener Wüstenluft aussieht. But guess what: Es hat angefangen zu regnen. In der Wüste, wo nicht mal Flüsse Wasser führen. Da halte ich mich tagelang im/am REGENWALD auf und es scheint nur die Sonne. Kommt der Geipert in die Wüste, fängt es an zu schiffen. Wenn die Jungs mit dem Regentanz das mitbekommen, werde ich ihr Gott. Jawoll.

Tag 21: Regenwald – Mittendrin statt …

Kategorie : Singapur / Australien 2011

Leider war auch diese Nacht viel zu früh vorbei, weil ich um 7:00 zur Regenwaldtour abgeholt wurde. Von Georg. Georg ist ein Aborigine und ein bisschen verpeilt, aber sehr lustig. Beim Abholen der Leute hat er zweimal vergessen einen Abholort anzufahren. Dann hat er einen U-Turn gemacht, aber versucht so zu fahren, dass es keiner merkt. Es hat aber jeder mitbekommen. Und als er das widerum gemerkt hat, musste er laut lachen. Und wir auch. Zweimal ;) .

Grundsätzlich war der ganze Tag nicht so überragend wie das Tauchen. Wir sind zu einem idyllischen Flüsschen im Regenwald gefahren, auf sowas wie einem Lehrpfad durch den Regenwald gelaufen und haben was über die Flora und Fauna gelernt, sind zu einem schönen Strand gefahren, an dem der Urwald direkt bis zum Wasser reicht und sind mit einem Boot über einen Fluss mit vielen Krokodilen gefahren und haben ebendiese gesucht. Leider haben wir nur ein Babykrokodil gesehen. Uns wurde jedoch versichert, dass es da auch 5 Krokodile gibt, die 2-4m haben. Es wäre jedoch an dem Tag zu warm gewesen, weshalb sie sich im Mangrovenwald im Schatten aufhalten. Glaub ich jetzt einfach mal. Schwimmen würde ich da jedenfalls nicht.

Das Ganze war schön und nett, aber nicht sooo umhauend, jedenfalls nicht für mich. Trotzdem war es ein schöner Tag und eine lohnende Tour. Nicht zuletzt wegen Georg. Er hatte wirklich zu jedem Berg, jedem Baum, jedem Tier und jeder Frucht eine lustige, traurige oder nachdenkliche Aborigine-Geschichte auf Lager. Ich konnte mir zwar keine eine merken, aber es war trotzdem interessant zuzuhören … und hat auch manchmal zum nachdenken angeregt … manchmal auch nicht.

Wir sind von der Tour erst recht spät am Abend heimgekommen, so dass der Tag schon fast rum war. Ich bin nochmal zu den Night Markets gelaufen, ein gut besuchter Markt, der erst aufmacht, wenn es dunkel wird. Mit großem Foodcourt ;) . Und da hier im Norden Australiens auch recht viele Asiaten leben, gibt es auch vergleichsweise viel Seafood. Und auf diesem Nightmarket gibt es hauptsächlich Selbstbedienungsläden, bei denen man quasi einen leeren Teller kauft und diesen dann einfach so voll packt wie man will. Und da ich Seafood mag, gab es bei mir: Calamari pur, Calamari-Ringe fritiert (selbstmacht, nicht dieses Gummizeug), Octopus, ganze Babyoctopusse am Spieß, Scampi, Krebsfleisch, Muscheln, Fischfilet süß-sauer und das Alles garniert mit einem Steak. Surf’n'Turf … oder so ;) . Und dann glücklich ins Bett.

Tag 5: Hello Sydney

Kategorie : Singapur / Australien 2011

Der erste Flug führte mich nach Brisbane, wieder mit Qantas. Die Sitze waren genauso eng, aber im Gegensatz zum letzten Flug war das Essen diesmal echt klasse. Trotzdem war der Flug nicht wirklich toll, weil neben mir einer mit einer riicchhttiggen Erkältung saß. Der hat den kompletten Flug im 15-Sekunden-Takt abwechselnd gehustet oder genießt oder einfach den Rotz durch den Kopf gezogen. Er tat mir ja schon ein bisschen Leid, aber gleichzeitig habe ich ihn gehasst. An Schlaf war nicht zu denken. Das Einreisen in Brisbane war dann gar kein Problem, scheinbar hatte also mit dem Visum alles gepasst. Ab jetzt darf ich offiziell ein Jahr hier arbeiten. Ich vermute es wird nicht mal ein einziger Tag. Aber was solls ;) .

Von Brisbane stand dann noch der Inlandsflug nach Sydney an, aber die 1,5 Stunden sitzt man ja nach einem 7 Stunden- und einem 12 Stunden-Flug locker ab. Das Hostel liegt ziemlich zentral in der Nähe des Hauptbahnhofs und war vom Flughafen in weniger als 30 Minuten zu erreichen. Allerdings kostete die Bahn in die Stadt ca. 12€ und nicht 2€ wie in Singapur … für ein Drittel der Strecke :( .
Das Hostel gefällt mir von der Ausstattung her sehr gut (ich sitze gerade auf einer Dachterasse mit Blick auf die Skyline in der Sonne), aber es wohnen hier hauptsächlich Nach-dem-Abi-Work-and-Traveler (nicht viele Deutsche, aber vom Alter her). Ich habe noch keinen typischen Backpacker gesehen. Mit den Leutchen macht es natürlich keinen großen Sinn sich Sydney anschauen zu wollen. Die meisten sind wohl schon eine Weile hier und das ganze Hostel scheint sich schon zu kennen. Aber das soll mir recht sein, dann bekomm ich vielleicht mal ein bisschen Schlaf ;) . Dieser Flug hat nämlich endgültig dafür gesorgt, dass ich im Stehen einschlafen könnnte.

Trotz grandioser Müdigkeit habe ich den Rest des Tages mit typischem Sightseeing verbracht. Natürlich ging es direkt zum nahe gelegenen Hafen mit der Oper. Hier war die Hölle los. Nicht nur Touristen, sondern auch viele Einheimische hielt sich in den Bars unter Restaurants an der Hafenpromenade auf. Hier lässt es sich aushalten. Für viel mehr hat es bei mir an diesem Tag nicht gereicht, weil ich einfach zu müde war. Ich habe mir noch eine Kleinigkeit zu Essen gesucht und dann im Aufenthaltsraum des Hostels zuerst Formel 1 und dann DAS Rugbyspiel der Südhalbkugel angeschaut, Australien gegen Neuseeland. Was gut und was schlecht war, habe ich einfach versucht aus der Reaktion der Mitschauer abzuleiten (waren viele Engländer dabei, die sollte sich ja auskennen). So richtig verstehe ich den Sport immer noch nicht, aber interessant war es schon. So gegen 21 Uhr hab ich mich ins Bett geschmissen und bin umgehend eingeschlafen. Endlich.

Tag 4: Good Bye Singapore

Kategorie : Singapur / Australien 2011

Auch heute hab ich nicht besonders viel geschlafen, ich musste nämlich in ein 24er-Lager umziehen (das 6er-Zimmer war nur 2 Tage frei). Dort wird es naturgemäß etwas lauter, wenn sich die Leute morgens in Bewegung setzen. Und das ist eben so gegen 8 Uhr der Fall. Aber das passt schon, so konnte ich mal in Ruhe die 600 Fotos durchschauen.

Auch Shireen hat sich dann früh verabschiedet. Für sie geht es weiter nach Bali, Thailand und Vietnam. Auch nicht das Schlechteste. Mein Flug ging erst um 21:25, was schon ein bisschen nervig ist, weil man mit dem Tag irgendwie nicht so viel anfängt. Für mich ging hauptsächlich um Schweißvermeidung, weil ich mich nicht komplett verklebt in den Flieger setzen wollte.

Die einzige wirkliche Aktivität war, nochmal zur Marina Bay zu fahren und dort ein Foto mit einer Bembel with Care Dose zu machen :) . Schließlich will ich die Büchsen ja nicht umsonst mitgeschleppt haben. Der Bembel regiert die Welt und hier sind die Beweisfotos :) . Ansonsten habe ich die Zeit genutzt um die letzten Tage textlich aufzuarbeiten. Also saß ich 3 Stunden im Starbucks und hab mir die Finger wund getippt.

Irgendwann so gegen 17:30 habe ich mich auf den Weg zum Flughafen gemacht. Ich wollte etwas Puffer haben, denn ich habe fest mit Problemen gerechnet. Warum? Ich habe mir NACH der Visabeantragung noch einen neuen Reisepass geholt (aufgrund einer Planänderung war das dann doch noch notwendig). Jetzt stimmt jedoch die Nummer in meinem Reisepass nicht mit der Nummer im Visum überein. Dies ist grundsätzlich kein Problem, denn es gibt eine Emailadresse an die man solche Änderungen senden soll. Dies habe ich auch getan, aber eine Bestätigung oder irgendeine Reaktion kam leider nicht (man soll auch explizit nicht nachfragen, weil es dann laut FAQs nur länger dauert). Insofern war schon eine gewisse Anspannung da. Aber ich bin ja flexibel. Wenn sie mich nicht reinlassen, flieg ich halt woanders hin. Es gibt genug Länder, die von Deutschen kein Visum verlangen.

Surprise Surpise, ich wurde in Australien reingelassen. Das erwartete Problem gab es gleich beim Checkin am Flughafen in Singapur. Dort konnte mir zunächst kein Ticket ausgehändigt werden, weil sich zu meinem Pass kein passendes Visum gefunden hatten. Also hat meine Mail mit der neuen Passnummer wohl keine Wirkung gezeigt. Nachdem ich aber meine ausgedruckte Visa-Betätigung vorgelegt habe, ging es eigentlich ganz easy. Es wurde ein Anruf getätigt, meine alte und neue Passnummer durchgegeben und schwups war ich im System drin und das Ticket konnte gedruckt werden (Nachtrag: 2 Tage später kam dann auch die Antwort auf meine Email, dass nun alles geklärt sei. Danke auch.).

Tag 3: Der Pool war cool

Kategorie : Singapur / Australien 2011

Nach ungefähr 4 Stunden war die Nacht vorbei. Ich glaube die Leute aus meinem Zimmer wollten sich bei mir rächen, und haben beim Aufstehen recht viel Lärm gemacht. Schon ok. Da der vorherige Abend zwar lang, aber nicht exzessiv war, ging das schon. Um 11 Uhr hat sich dann Sebastian von uns verabschiedet, er ist heute schon weitergeflogen nach Cairns (Australien … da komm ich vllt auch noch hin). Shireen und ich sind dann um 12 Uhr mit den beiden Jungs (Steffen und Ingo) vom Hostel untendrunter weiter zum Sightseen. Zunächst stand die Marina Bay (die zentrale Bucht in der Stadt, wo auch die Formel1 rumfährt) auf dem Programm. Und danach ging es weiter in den botanischen Garten.

Den fand ich jetzt nicht wirklich spektakulär, aber ganz ansehnlich. Dort ist auch noch bisschen naturbelassener Urwald mitten in der City übrig, aber die Verkehrsgeräusche und die ausgebauten Wege lassen nicht wirklich urwaldfeeling entstehen. Aber anschauen kann man sich das Alles schon mal. Ist jedenfalls eine nette Abwechslung. Danach ging es weiter ins Kolonialviertel, von dem ich ziemlich enttäuscht war. Ich hatte mir da ein ganzes Viertel mit Häusern im Kolonialstil vorgestellt, aber wir haben das jedenfalls nicht gefunden. Da gabs eine ganz nette Kirche und eine alte Feuerwache. Zugegebenermaßen waren wir da aber auch schon einige Zeit zu Fuss unterwegs und unser Suchelan war etwas begrenzt. Wir haben uns dann lieber wieder in so einem Foodcourt was zu Essen gesucht. Diesmal gabs eine “Noudle-Soup with Shrimp Duplings”. Auch lecker.

Am Abend sollte das Highlight des Aufenthalts auf uns warten, und zwar gings wieder zur Marina Bay. Nicht nur, dass man dort bei Nacht richtig coole Skyline-Fotos schießen kann (also ich nicht … aber Leute mit guter Kamera und mehr Talent und Geduld), sondern dort steht auch das Hotel Marina Bay Sands. Dieses Hotel ist ein Blickfang von Singapur. Es steht an exponierter Stelle ziemlich alleine und sieht einfach beeindruckend aus. Und das beste ist: Auf dem Dach (der 56. Stock), das die drei Gebäudeteile miteinander verbindet, ist ein riesiger Pool über die gesamte Breite, der bis zum Dachrand reicht und einen genialen Blick über die Stadt bietet. Leider kommt man in den Genuß diesen Pool nutzen zu dürfen nur, wenn man Hotelgast ist … also eigentlich. Wir waren auch in dem Pool schwimmen, obwohl wir definitiv nicht im Hotel eingecheckt haben. Der Rest läuft unter Schweigen und Genießen ;) . Wie auch immer: Es war absolut traumhaft. Im Pool zu liegen und dabei von oben auf die Stadt zu schauen ist schlicht der Oberhammer und wir haben jede Minute genossen.

Nach diesem vielleicht einmaligen Badeerlebnis gings wieder raus und wir haben den Abend, und damit auch den Singapuraufenthalt, ganz gediegen ausklingen lassen. Nochmal schön in einem Foodcourt was Essen gegangen (Merke: Sauscharfe Fischsuppe am Abend macht auch am nächsten Morgen noch Spaß) und danach noch zwei gemütliche Biere aus dem 24-Stunden-Supermarkt am Flussufer genießen. Obwohl wir eigentlich diesmal etwas früher ins Bett wollten (schließlich stand ja die Abreise an), wurde es doch wieder fast halb 4. Es mussten ja noch Fotos getauscht und Facebook-Freundschaften gemacht werden :) .

Mehr Bilder gibt es noch hier zu sehen. Ich wollte sie eigentlich noch in den Blog direkt einbinden, aber dazu fehlt mir nun die Zeit. Deshalb erstmal nur bei Picasa.

Mehr Bilder

Tag 2: China, Indien, Strand, Grillen … alles dabei

Kategorie : Singapur / Australien 2011

Nachdem der vorherige Abend länger als geplant gedauert hatte, wurde erstmal schön bis knapp 11 geschlafen. Ein kurzes Frühstück im Hostel und dann war ich wieder mit den anderen beiden unterwegs. In der Gruppe macht das schon etwas mehr Spaß als allein.

Der erste Weg führte uns zu Fuss nach Chinatown. Nach 10 Minuten vom Hostel aus steht man mittendrin. Dort gab es nichts wirklich besonderes, aber wer schon mal in irgendeinem Chinatown dieser Welt war, weiß ja, dass es einfach immer recht beeindruckend ist, wenn man anstatt vor Bankhochhäusern plötzlich zwischen kleinen Buden steht, die Hühnerfüsse verkaufen. Wenn man dann noch mitten zwischen den Chinaläden einen deutschen Würstelstand erblickt, der auch Leberkässemmeln verkauft, ist der Spaß perfekt :) . Hier haben wir uns auch gleich mal nach etwas einheimischem Essen umgeschaut. In Singapur ist das meistens wie ein Foodcourt aufgebaut: In den Malls sowieso, aber auch in den abgelegeneren Ecken von Chinatown. Und in so einen Laden sind wir rein. Nur Einheimische, und wir. Das ist aber meist ein gutes Zeichen, denn dann wird es dort wohl schmecken. Es gab 6-7 Theken, die verschiedene Gerichte im Angebot hatten. Ich habe einfach mal was nach Sicht bestellt, weil es lecker aussah. Rein geschmacklich würde ich tippen, dass ich die Leber irgendeines Tieres auf dem Teller hatte, dazu fritiertes Schweinefleisch mit Ananas, irgendwelche Sojabohnen und Reis. War alles echt lecker.

Danach ging es weiter in Richtung Sentosa. Das ist eine kleine vorgelagerte Insel, auf die man mit der Seilbahn oder einer Bahn rüberfahren kann. Wir haben uns für 15€ die Seilbahnfahrt gegönnt. Die Seilbahn startet von einem kleinen Berg auf dem Festland, fährt durch den 17. Stock eines Hochhauses durch und geht dann rüber zur Insel. Von der Gondel aus hat meinen schönen Blick auf die Stadt und das Meer, also hat sich die Fahrt schon gelohnt. Auf Sentosa angekommen mussten wir feststellen, dass es bis zum Strand noch knapp ein Kilometer einen kleinen Berg runter ist. Zum Glück ist man in Singapur geschäftstüchtig und hat da eine kleine Rennstrecke angelagt, die man mit Plastikkarts runterdüsen kann. Ach ja, was ich bisher noch nicht erwähnt habe: Es war sackwarm und schwül, tropisch halt. 32° und gefühlte 100% Luftfeuchtigkeit. Jeder Schritt hat zu einem Instantschweißausbruch geführt. Da überlegt man nicht lange, ob man lieber 1 km läuft, oder mit einem Kart runterdüst. Man zahlt und fährt. Ende. Zumal im Preis die Rückfahrt vom Strand per Sessellift inbegriffen war.

Der Strand war ziemlich nett, nur dass die Aussicht auf 1000 Containerschiffe nicht wirklich sooo toll ist. Aber so ist das eben an der verkehrsreichsten Wasserstraße der Welt. Badesachen hatten wir nicht mit, also hieß es “Nur Gucken, nich anfassen”. Kurz ausruhen, Meerblick genießen, Fotos machen und dann wieder mit Sessellift und Gondel zurück aufs Festland.

Als nächstes stand Little India auf der Agenda. Little India war irgendwie wie Chinatown, aber doch ganz anders. So richtig erklären kann ich das nicht. Die Straßen waren hier auch eng, es gab hier auch kleine Straßenhändler, Essensstände, etc. Aber trotzdem war der Flair ein ganz anderer. Sei es einfach weil die Inder eben doch eine anderen Mentalität haben, anders aussehen oder weil einem die ganzen Räuscherstäbchen die Sinne vernebeln. Keine Ahnung, aber ist auch egal, es war jedenfalls gut. Außerdem steht bald ein großes hinduistisches Fest an, Deepavali (http://de.wikipedia.org/wiki/Diwali). Und zu diesem Anlass waren einige Straßen bereits geschmückt und wir vermuten, dass auch deshalb zwei Märkte existierten, auf denen fast ausschließlich typisch indische Klamotten verkauft wurden. Natürlich ließ es sich die Dame unserer kleinen Reisegruppe nicht nehmen gleich mal zuzuschlagen ;) .

Jetzt hatten wir den Tag auch langsam rumgebracht, es wurde langsam dunkel (so gegen 19 Uhr geht langsam die Sonne unter). Zum Abend hatten wir uns zum Grillen mit Shireens Bekannten in deren Wohnanlage zum Grillen verabredet. Treffpunkt Einkaufszentrum zum Fleischkauf. Glücklicherweise wohnen die in der Nähe von Little India, so dass wir auch dies zu Fuss machen konnten. Im Supermarkt wurde auf altbewährtes zurückgegriffen: Grillen = Steak. Dabei gab es jedoch das Problem, dass die Verkäuferin irgendwie keine frischen Steaks schneiden durfte, und die paar, die schon geschnitten rumlagen, sahen nicht so toll aus und hätten auch nicht gereicht. Also wurde nicht lang gefackelt und einfach das ganze 3,5kg schwere Stück Fleisch mitgenommen, 7 Mäuler wollten ja gestopft werden. Schneiden kann auch ein schweizer Taschenmesser ;) .

In der Wohnanlage angekommen wurde der Grill am Pool angeheizt. Japp, richtig gelesen. Pool. Hier wird nicht in einer normalen Studentenbutze gehaust, sondern in einem bewachten Apartmentkomplex mit Pool, Fitnesstudio, Tennisplatz, Bowlingbahn und eben einem geilen Grillplatz. So lässt es sich aushalten. Nachdem aus dem Fleischbrocken fachmännisch 7 Steaks herausgeschnitten waren, war immer noch gut ein Kilo Fleisch über … kann man ja später noch drauflegen, für den zweiten Hunger. Die Steaks waren saugut, die zwei Paletten Bier auch, wir alle in Gespräche vertieft und plötzlich raschelt es am Grill, wo das Restfleisch in der Tüte auf uns wartet. Doch das letzte was wir davon sahen war, die es von einer jungen, wilden Katze, die kleiner war als der Fleischbrocken selbst, ins Gebüsch geschliffen wurde. Auch eine Horde Männer mit Bier und Wut im Bauch konnte Katze nicht mehr finden. Verschwunden. Hoffentlich hat sie sich daran verschluckt …

Nach dem dennoch fürstlichen Mahl und der Vernichtung allen Bieres ging die Abendplanung weiter. Clubs standen auf dem Programm. Wieder kurze Hosen an, schlecht. Nun stellte sich heraus, dass zwei der Anwesenden auch nur auf der Durchreise sind, und im Hostel direkt unter unserem Hostel wohnten (da sind zwei Stück in einem Gebäude). Passt ja wie die Faust aufs Auge: Wir also zu viert mit dem Taxi zurück zum Hostel, umziehen und mit den anderen in einer Bar/Club getroffen. Das coole ist: Der Laden befindet im 70. Stock eines Hotels, dem Swissotel Stamfort. Nun sei anzumerken, dass Donnerstag in Singapur der Tag ist, an dem eigentlich gar nichts geht. Da ruhen sich die Leute vom Mittwoch aus, oder warten aufs Wochenende. Das war zum einen gut, denn es hat keinen Eintritt gekostet in den Laden zu gehen. Andererseits wurden wir auch bald rausgeschmissen, weil sie zugemacht haben. Wir waren nämlich fast die einzigen Gäste. Aber der Ausblick war natürlich bombastisch. Leider wurden die Bilder nicht wirklich was, denn wir hatten nicht die richtige Kamera dabei.

Danach machten wir uns ziemlich verzweifelt auf die Suche nach irgendwelche Läden, in denen noch was los ist. Ein Club hatte schon zu. Der nächste macht auch zu, nachdem wir eine halbe Stunde drin waren. Wieder der nächste stellt sich als Puff heraus, den wir dann lieber gemieden haben. Die Suche führte uns mit zwei Taxis durch halb Singapur, was auch mal interessant war. Und teuer ist das im Vergleich zu Deutschland auch nicht. Im Vergleich zu China schon, wie mir von den anderen versichert wurde, die gerade von einem Chinatrip kamen. Aber ich komm ja nicht aus China, also fand ich es billig.

Da am Ende der einzig geöffnete Laden ein McDonalds war (überall dasselbe ;) ), ließen wir dort den Abend mit Doppelcheeseburgern ausklingen. Danach gings so gegen 5 Uhr heim ins Hostel. Dort habe ich noch schnell die anderen Gäste in meinem 6er-Zimmer geweckt, weil in meinem Schrank die metallene Hemdstange abgefallen ist, was ein wenig Lärm erzeugt, wenn die in einem metallenen Schrank rumfällt. Sorry dafür.

Tag 1: Singapur … DAS ist schwül

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Kategorie : Singapur / Australien 2011

Ortszeit: 22:25
So, nun sitz ich hier so im Hostel und komm dazu meinen obligatorischen Blogeintrag zu schreiben. Wo ich bin? In Singapur und auf dem Weg nach Australien. Was ich da mache? Hm, weiß nohc nicht. Den längeren Stop hab ich mir relativ kurzfristig überlegt und hab mich auch nicht wirklich informiert was es hier so gibt. Aber da man hier so oder so zwischenlandet, macht es ja auch Sinn sich die Stadt mal kurz anzuschauen.

Mit dem Flug ging alles wie geplant. 23:50 Abflug, 2 Stunden vorher zum einchecken da, trotz einer temporär aufblinkenden Kühlwasserlampe (die ging auch irgendwann wieder aus :) ). Durch die Passkontrolle und ab weiter zum Securitycheck. Dort ging plötzlich mein Handy: “DU HAST NOCH DEN AUTOSCHLÜSSEL”. Ups. Also ich die Schlange wieder verlassen, den lieben Bundesolizisten gefragt, ob ich wieder Kurzzeitimmigrieren darf. Ich durft und hab den Schlüssel übergeben. Und mich wieder von vorne bei der Security angestellt. Aber egal, ich hatte genug Zeit.

Der Flug in der 747-400 von Qantas ging echt ganz gut rum. Ich konnte gut pennen konnte deshalb leider nur 2 Filme schauen :( . Leider wurde meine Erwartungen an Qantas nicht erfüllt. Ich hatte die Hoffnung, dass die bei so einem langen Flug eine gute Möhre bereitstellen. Aber die Sitze waren ziemlich eng und das Essen echt schlecht (und wer mich kennt, weiß, dass ich das nur selten über Essen sage). Kein Vergleich zur Air Canada, die mir bislang am besten gefallen.

In Singapur angekommen war die Einreise fast so einfach wie von Hessen nach Bayern. Nix mit großen Formularen, Nazifragen und Fingerabdrücken. Kurz ein paar Ausweisdaten auf ein Stück Papier schreiben und rein darf man. Fix und flott.

Danach ging es in durchweg klimatisierten U-Bahnen mitten in die City, wo mein Hostel auf mich wartete. An der Zielstation also raus aus der U-Bahn und ab gegen die Wand – Die Wand aus schwüler Luft. Ich meine, man weiß ja, dass es in der Gegend schwül ist. Aber soooo? Ich hatte es nur 5 Minuten bis zum Hostel, aber dort angekommen, wurde mir erstmal ein Eiswasser gereicht. Man sah mir wohl an, dass ich “leicht” verschitzt war. Lange Jeans und so … schlechte Idee. Sowas hab ich noch nicht erlebt und sofort beschlossen: Hier möchte ich niemals arbeiten.

Das Hostel ist absolut cool. Sehr zentral gelegen, alles super sauber und auch internetmäßig gut ausgestattet. Hat es sich doch gelohnt, dass ich blind das Hostel mit der besten Bewertung bei www.hostelworld.com ausgewählt habe ;) . So eine Übernachtung für 15€ … Top.
Und da ich gerade noch ein paar Deutsche kennengelernt habe, die nachher noch was trinken gehen wollen, werde ich jetzt gleich mal ein bisschen das Barangebot angeschauen. Durch ausreichend Schlaf im Flieger hält sich der Jetlag in Grenzen.

Bilder sind leider noch Mangelware, weil ich bisher eigentlich nur Flug- und U-Bahnhäfen gesehen habe. Vielleicht kommt ja nachher noch was dazu :)

+++++ Nachtrag +++++

Wie bereits oben angekündigt gings am Abend noch ein bisschen mit zwei Leuten aus dem Hostel, Shireen und Sebastian, auf Tour. Die beiden waren auch erst heute angekommen und hatten sich gerade erst kennengelernt. Trotzdem waren wir nicht ganz planlos, weil eine Bekannte von Shireen gerade ihren Freund in besucht, der in Singapur studiert. Die haben uns dann telefonisch gleich mal zu einem beliebten Partyspot zu sich gelotst. Das Gute: das war gerade mal 10 Minuten von unserem Hostel. Wir haben uns zwar verlaufen und beinahe eine Stunde gebraucht, aber dafür haben wir schon mal ein wenig von der Stadt gesehen.

Am Ziel angekommen standen wir auf einer Brücke über den Singapore River, auf der sich dicht gedrängt die Studenten warmtrinken. Wie gut, dass ein 24-Stunden-Supermarkt um die Ecke ist. Ziemlich schnell hatte sich auch die Frage geklärt, wie streng das hier gehandhabt wird mit dem “nicht offen Alkohol auf der Straße trinken” und “keinen Müll wegwerfen”. Laut den Schildern kostet das alles 1000de von Dollar an Strafen, jucken tut es keine Sau. Auf der Brücke sah es fast aus wie auf deutschen Straßen zum Rosenmontag. Nur ohne Konfetti (ansonsten ist die Stadt wirklich sehr sauber, aber an solchen Locations scheint das geduldet zu werden).Wie sich herausstellte ist Mittwoch in Singapur der Tag an die Studenten einen drauf machen. Dementsprechend viel war los. Es dauert nicht lange, da hatten wir durch Shireens Bekannte eine Gruppe von ca. 20 Deutschen um uns. Ob das so erstrebenswert ist, wenn die betrunken Deutschen anfangen Sauflieder zu singen sei mal dahingestellt, aber es war ganz lustig dem Treiben zuzuschauen.

So gegen 1 – 2 Uhr wanderen dann die Brückencamper langsam ab in das anschließende Kneipen- und Clubviertel … und wir hinterher. Wir sind dann noch durch einige Läden gezogen und haben das ein oder andere Bierchen getrunken. Leider waren wir auf den Abend nicht richtig vorbereitet gewesen und hatte kurze Hosen an. Dies war zwar dem Wetter angemessen, hat aber einigen Türstehern nicht so gefallen: Stockbesoffene mit Ketchupverschmierten Hemden kommen in die Bars rein, nüchterne Leute mit kurzen Jeanshosen nicht. Nach etwas suchen haben wir trotzdem zwei Läden gefunden, die weniger restriktiv waren. So gegen 4 Uhr haben wir uns dann langsam auf den Heimweg gemacht, die meisten Vorortstudierer waren eh nicht mehr ansprechbar. Noch ein gemütliches Feierabendbier am Flußufer und der erste Tag war im Sack. Ein sehr netter Auftakt. Das lief ja besser als gedacht.