Klettern – Part #2

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Kategorie : Sport

Nach einigen Terminverschiebungen und Absagen haben sich gestern doch noch 3 Leute zusammengefunden um gemeinsam die Kletterhalle Bensheim aufzusuchen. Mein Ziel für diesen Tag war klar: Die dämliche (und wirklich einfache) Route zu schaffen, an der ich vor 2 Wochen gleich 3 Mal versagt habe. Dem Ziel nicht gerade förderlich war die Tatsache, dass ich tags zuvor bis 3 Uhr in der Krone diverse alkoholische Getränke konsumiert hatte und dann auch nur 5 Stunden Schlaf verzeichnen konnte. Doch was solls, als ich noch Fussball gespielt habe, wurden die größten Erfolge auch mit dem größten Kater gefeiert. Also los.

Da es Samstag Nachmittag war, waren ziemlich viele Anfängergruppen da und alle ganz leichten Routen sowie Boulderraum  belegt. Also wurde ich gleich mal dazu überredet eine 4 in Angriff zu nehmen (zur Erinnerung: 2. Mal klettern … das letzte Mal war ich schon an einer 3er gescheitert ;) ). Zu meiner Überraschung hat sich die Alkoholschlappheit aus den Gliedmaßen schnell verabschiedet und ich bin eigentlich ohne größere Probleme, und vor allem ohne Absturz oder Pause, oben angekommen. Ein heroischer Sieg über das Bier.

In der Folge lief der Tag auch recht erfolgreich. Ich habe mir eigentlich alle Routen, an denen ich das letzte Mal ziemlich zu kämpfen hatte, nochmal vorgenommen und sie alle gemeistert. Auch meine persönliche Hassroute war kein Problem. Die Stelle, an der ich vor 2 Wochen 3 Mal in Folge verzweifelt bin, hab ich diesmal einfach übersehen und bin drübergeklettert ;) . Das war wahrscheinlich der Schlüssel zum Erfolg. Ich glaub ich hab diesmal einfach irgendwie auf anderen Tritten gestanden, so dass die Kombination total einfach war.

Die schwerste Route war an diesem Tage eine “schwere” 4 (ich kann mir nie merken ob nun 4+ oder 4- schwerer ist ;) ). Hier musste ich 2 Mal ziemlich lange verschnaufen und genauer die Lage peilen um oben anzukommen. Erschwerend kam hinzu, dass eine ganz lustige Kegeltruppe direkt neben mir kletterte. Das war scheinbar so ein Schnupperklettern und die haben an der leichtesten Wand einfach alle Griffe verwendet. Dementsprechend waren die recht flott oben und haben mir dabei irgendwelche Sprüche zugerufen. War zwar lustig, aber das Austauschen von Stammtischparolen ist beim Klettern der Konzentration nicht unbedingt zuträglich. Hoch geschafft hab ich es schließlich doch und war schon ein bisschen Stolz.

Zum Abschluss ging es nochmal ein bisschen in den Boulderraum, aber da waren die Kräfte schon ziemlich am Ende. Grundsätzlich kam es mir aber schon entgegen, dass ich nicht, wie beim letzten Mal, schon vorab beim Boulder verausgabt habe. Wenn man noch frisch ist, fällt die Sache doch schon entschieden leichter. Auch habe ich diesmal verstärkt versucht auf die Ratschläge von unten zu hören und das hilft schon ungemein. Stefan und Niklas haben mir manchmal mit ein paar Tipps, welche Tritte ich denn lieber verwenden sollte, ziemlich geholfen. Wenn man da selbst in der Wand hängt, hat man schon den Tunnelblick und macht Sachen, die einem das Leben schwer machen. Oder um es mit den Worten von Niklas zu sagen: “Tobi … so wie du da kletterst, machst du dir aus der 4 selbst ne 6.”

Aber kurzum: War wieder ein spaßiger Nachmittag und es macht wirklich Laune, wenn man sieht, dass man kleine Fortschritte gemacht hat.

Die Formel 1 geht wieder los *freu*

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Kategorie : Allgemein

Dieses Wochenende geht die Formel1 wieder los … und ich freu mich voll. Wieso? Keine Ahnung. Irgendwie ist mein Verhältnis zur Formel1 ein sehr komisches. Ich war noch nie auf einem Rennen, empfinde Autos doch in erster Linie als einen Gebrauchsgegenstand und irgendwie ist es doch oft langweilig. Und dennoch schaue ich mir jedes Rennen an, stelle mir den Wecker auch auf 5 Uhr morgens wenn es sein muss. Dann klettere verschlafen (und manchmal auch mit Kater) aus dem Bett, schaue mir mit kleinen Augen den Start an und penn oft nach 10 Minuten wieder ein, weil echt nix passiert. Zwischendurch wird immer mal auf den Bildschirm geblinzelt, aber meist hat sich eh nix getan. Sind die Rennen mittags, läuft immer der Fernseher … aber ich sitz dabei meist am PC und schau nur immer mal wieder über die Schulter. Da verpasst man eigentlich auch nichts.

Aber dennoch: Das Rennen nicht zu verfolgen kommt eigentlich nicht in Frage, sofern es zeitlich möglich ist. Man könnte ja doch irgendetwas verpassen. Zum Beispiel wenn Niki Lauda mal wieder sein Kappe zieht. Oder Heiko Wasser den nächsten doofen Spruch raushaut. Oder den nächsten Klamottenunfall von Kai Ebel. Oder vielleicht parkt Schumi mal wieder sein Auto quer auf der Straße um alle anderen zu verärgern. Das alles gehört irgendwie dazu und will ich es nicht missen.

Also werde ich mir kommenden Sonntag wieder den Wecker stellen (die Saison geht in Australien los). Ich werde mich selbst für verrückt erklären, weil mir wahrscheinlich noch der Kopf vom verrauchten LowBrow dröhnen wird. Dann werde ich mir denken, dass die Regeländerungen das Rennen wieder keinen Deut spannender gemacht haben. Vermutlich werde ich auch wieder auf der Couch einschlafen. Aber wisst ihr was: Das alles ist Wurst … ich freu mich drauf :)

In-Sport Klettern … jetzt auch ich

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Kategorie : Sport

Da sich in letzter Zeit scheinbar die halbe Welt in Kletterhallen die Zeit vertreibt und diese Dinge aus dem Boden sprießen wie in den 90ern die Tennisplätze, musste ich mir das auch mal anschauen. Also los und den Klettermeister meines Vertrauens Basti angeschrieben, Termin für vorigen Sonntag ausgemacht und los gings. Damit ich nicht der einzige Newbie bin, habe ich mal noch ein paar andere Leute eingeladen und stieß auf reges Interesse. Also sind wir dann mit 6 Leuten in der Kletterhalle Bensheim aufgeschlagen.

Erste Aktion: Einen Zettel unterschreiben in dem man bestätigt, dass man selber blöd ist, wenn man sich hier von seinem Leben verabschiedet, und niemand sonst. Macht Sinn. Danach bekomme ich die Schuhe und den Klettergurt. Tja, was soll ich sagen … diese Schuhe sind ja mal fucking unbequem. Aber wer diese Schühchen 3 Stunden am Stück getragen hat (außer mir waren alle so clever und haben sie zwischendrin ausgezogen), hat sich automatisch für die Teilnahme an Black Swan qualifiziert, denn schlimmer können Ballettschuhe auch nicht sein. Natalie Portman, zieh dich warm an … ich nehme auch auf frische Mütter keine Rücksicht.

Nach dem Umziehen gings erstmal für die Basics in den Boulderraum. Für alle Nichtkletterer: Das ist ein kleiner Raum, der nach ein Mischung aus Kinderturnen und Gummizelle aussieht. Er ist nur ca. 3m hoch, hat dicke Matten auf dem Boden und überall Klettergriffe an den Wänden. Man kann also rumkraxeln ohne tief zu fallen. Anstrengend ist es trotzdem, oder gerade deshalb. Nach den ersten 2-3 Kletterversuchen wurde mir klar, mein KGQ ist nicht der Beste ist (Anm. der Redaktion: KGQ = Kraft-Gewicht-Quotient … nein, findet man nicht bei Wikipedia .. hab ich mir ganz allein ausgedacht). Schon nach ein paar Minuten waren meine Arme wie Wackelpudding, obwohl ich mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mehr als 2m über der Erde befunden hatte. Gute Voraussetzungen.

Danach gings weiter an die erste “richtige” Kletterwand. Zum Anfang im leichtesten Schwierigkeitsgrad der zu finden war, eine 2. Schnell gezeigt bekommen wie man sich richtig sichert, alles wieder vergessen und ab an die Wand. Scheiß auf Technik, immer nach oben. Diese erste Route war noch ziemlich easy und ohne Absturz bin ich oben angekommen. Überraschenderweise hat mir die Höhe und die Absturzgefahr eigentlich gar nichts ausgemacht. Ich hatte auch keine Probleme mich ins Seil fallen zu lassen, sondern kam mir eher so cool vor wie bei den Special Obs … Abseilen, MG im Anschlag … Muah muah muah … Aber die Special Obs schwitzen dabei glaub nicht so wie ich. Der Kram ist schon anstrengend.

Kurz danach wurde eine etwas schwerere Route in Angriff genommen, eine 3. Kann ja nicht so schwer sein, Gabriel ist da ja gerade hoch wie ein Kätzchen, und der ist ebenfalls Anfänger. Also ab dafür. Die ersten zwei Drittel gehen easy, doch dann komm ich nicht weiter. Es ist nur ein Griff mit richtiger Farbe in Reichweite, aber irgendwie kann ich meine Arme nicht so sortieren, so dass ich dran komme. Mit der rechten Hand … neee … *überleg* …  mit links … neeeeäähhh … auauaua *platsch* … da hängt er im Seil, keine Kraft mehr. Neuer Anlauf an dieser Stelle, aber keine Chance. Ich weiß nicht wie ich da vorbeikommen soll. Also greife ich mal verbotenerweise *hust* an einen andersfarbigen Griff und komm vorbei bis oben. Im Laufe des Tages wird diese Strecke zu meinem Nemesis: Ich mach noch zwei Anläufe, aber ich bleibe immer wieder an derselben Stelle hängen bis mich die Kraft verlässt. Scheißteil. Und noch scheißer, dass der Gabriel da einfach drübergeklettert ist … und der ist auch noch viel kleiner als ich … Arschmann.

Danach wird erstmal eine längere Pause eingelegt um ein bisschen zu regenerieren. Wir sitzen auf der Couch in der Mitte der Halle und werden nur kurz von Spiderman gestört, der sich von der Decke abseilt. Wie er dahin gekommen ist … keine Ahnung … muss irgendwie an der Decke langgekrabbelt sein. Spinnen haben es gut. Später habe ich nochmal zwei andere 3er-Routen in Angriff genommen, habe diese aber entweder gar nicht, oder nur mit 2 Verschnaufpausen bis oben geschafft. Ich glaube, da war die Kraft einfach am Ende. Zum Abschluss haben wir dann nochmal den Boulderraum aufgesucht um mir endgültig die Arme zu amputieren. Aber das was ich dort veranstaltet habe hatte dann doch eher was von Krabbelgruppe und nichts mehr mit Klettern zu tun. Schluss, aus, vorbei.

Doch kommen wir zum Fazit: Es war sehr cool. Auch wenn ich es ja sehr, sehr, sehr hasse in irgendwas der schlechteste der Gruppe zu sein, hat es irre Spaß gemacht. Klettern gibt mir persönlich mehr als Bouldern, weil ich da ein ganz simples Ziel sehe: Oben ankommen. Beim Bouldern geht es eher darum bestimmte Griffkombinationen zu meistern, was ich fürs erste nicht so motivierend finde. Aber das ändert sich vielleicht mit der Zeit, war ja mein erstes Mal. Fest steht, ich werde das mal wieder machen. Und das ist keine leere Drohung: Übermorgen gehts gleich wieder hin. Und ich werd doch noch ein Special Ops :)

Erst der Zwerg, jetzt das Atom …

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Kategorie : Allgemein

Also es ist ja schon irgendwie makaber, aber seitdem in Japan die Brennstäbe auf dem Weg sind sich in Richtung anderes Ende der Welt durch die Erde zu glühen, ist auf meinem Blog die Hölle los. Warum? Weil ich in diesem Beitrag einmal was über eine Anti-Atom-Demo geschrieben habe und ein kleines Bildchen dazugepackt habe. Und zwar genau dieses hier:

Und genau wie es mir damals mit meinem Zwerg ergangen ist, findet man auch dieses Bild bei der Google-Bildersuche ganz weit oben. Probiert es mal aus und gebt dort “pro Atomkraft” ein. Momentan verweist der 5. Treffer auf meinen Blog. Und dadurch habe ich seit einigen Tagen > 150 Zugriffe auf meinen Blogeintrag. Nicht dass mir das etwas bringen würde, aber ich finde es doch schon sehr interessant.

So, und jetzt drückt mal jeder, der das liest kurz ganz doll die Daumen, dass die lieben Japaner ihre AKWs noch vor dem Platzen in den Griff bekommen.

Skifahren überlebt

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Kategorie : Sport

Wie bereits irgendwann mal angekündigt, war ich letzte Woche mit Niklas Skifahren. Es ging mit dem Reiseveranstalter H2O-Tours nach Verbier in den französischen Teil der Schweiz. Wie sich für mich während der Fahrt herausstellte (hätte man die Beschreibung der Reise gelesen, hätte man es auch früher wissen können), ging es jedoch zunächst gar nicht nach Verbier direkt, sondern unser Hotel war in Martigny. Das liegt nochmal knapp 30 Minuten entfernt. Aber macht ja nix.

Freitag

Die Hinfahrt verlief ziemlich reibungslos, außer dass das Bier kurz vor Grenzübertritt schon leer war. Kein Problem, es wurde ja die erste große Raststätte in der Schweiz angefahren. Der Laden war wirklich groß und es gab einige Geschäfte, jedoch schien keiner der Läden Bier im Angebot zu haben. Die Nachfrage, wo man denn Bier kaufen könne, entlockte dem schweizer Verkäufer ein fröhliches: “Diess ischt eine alkchoholfreie Tankchstelle.” …. WTF?!? … Stimmung am Arsch. Glücklicherweise hellt sich die Laune bei der Weiterfahrt wieder auf, denn der lustige Busfahrer Soko hatte in seinem Laderaum noch ein paar Kisten Bier versteckt, so dass wir bei ihm Nachschub erwerben konnten. Also alles halb so wild. Aber trotzdem: EINE TANKE AN DER ES NIX ZU TANKEN GIBT … HALLO?!? Nach ca. zwei weiteren Stunden waren wir in Martigny im Hotel. Die Unterkunft war ok, aber kein Schnee weit und breit. Der Abend nach Ankunft verlief unspektakulär: Noch ganz ländertypisch einen schweizer Döner verdrückt, ein Bier in der dem Hotel angeschlossenen Kneipe geholt und ab ins Bett.

Samstag

Um 8:30 Uhr gings los mit dem Bus in Richtung Skigebiet. Nach ca. einer Stunde hatten wir dann Verbier auf 1500m erreicht. Wie sich herausstellte, hätte man sich die Busfahrt den Berg hinauf gänzlich sparen können, weil von unten auch ne Seilbahn gefahren wäre. Das hätte 30 Minuten gespart, aber egal. Hauptsache ab in den Schnee. Als dann ein paar administrative Probleme seitens der Reiseleitung gelöst waren, hatten wir unseren Skipass und es ging los zur nächsten Seilbahn, die einen dann auf 2200m mitten ins Skigebiet bringt. Dort oben angekommen war gutes Wetter und super Schnee. Also stand den ersten Gehversuchen auf Ski seit 10 Jahren nichts mehr im Wege … und wer hätte es gedacht: Es ging ohne Sturz gleich mal ne rote Piste hinab (weil es da wo wir ausgestiegen sind keine blauen gab ;) ). Insgesamt lief es besser als ich dachte. Das Skigebiet war wirklich super. Breite Pisten, nicht zu viel Betrieb, für jeden Schwierigkeitsgrad was dabei. Zur Mittagszeit haben wir uns ne knappe Stunde in einen Sitzsack gepackt und in der Sonne gechillt. Schee wars. Am Nachmittag gings weiter und so gegen 16 Uhr haben wir dann den Heimweg angetreten. Eigentlich wollten wir zunächst eine Abfahrt bis nach Verbier runter nehmen, haben diese jedoch nicht gefunden ;) . Also gings dann doch per Seilbahn wieder runter … jedoch nicht nur nach Verbier, sondern den ganzen Weg bis ins Tal, wo der Bus dann auf uns gewartet hat.

Sonntag

Leider hatte der Wetterbericht nicht gelogen und am Sonntag wurde das Wetter schlechter. Über Nacht hatte es ordentlich geregnet bzw. geschneit und am Sonntag Vormittag ging es so weiter. Außerdem war es recht nebelig. Dennoch war das Fahren noch ganz gut möglich, auch wenn mir vereinzelte Neuschneehügel etwas zu schaffen machten. So erkundeten wir noch ein paar andere Teile des Skigebiets, die wir noch nicht kannten. Dabei haben wir uns meistens auf recht freien blauen Pisten getummelt um ein bisschen an der kaum vorhandenen Technik zu feilen ;) . Nachdem es dann so gegen 14:00 Uhr zunächst danach aussah, dass nochmal die Sonne rauskommt, wurden wir 15 Minuten später komplett von einer Nebelwand überrascht. So standen wir da also bei 2700m und mussten auf 1500m abfahren oder den Weg zur Mittelstation finden. Teilweise konnte ich Niklas von maximal 10m Entfernung noch erahnen, von der Piste hatte man gar nichts mehr gesehen. Und so rutschen wir langsam den Berg hinab und fuhren mehr nach Gehör als nach Sicht. Spaß ist anders. Natürlich haben wir die Abzweigung zur Mittelstation nicht gefunden, dafür aber diesmal zufällig die Abfahrt bis nach Verbier, die wir gestern noch gesucht hatten. Wie wir dahin gekommen sind: Keine Ahnung. Als wir dann endlich einen Ziehweg durch den Wald erreicht hatten, ging es dann besser mit der Sicht und man konnte wieder einigermaßen fahren. Das hat Niklas zum Anlass genommen nochmal seinen Mut zusammen zu nehmen um einen kleinen Sprung zu wagen … und hat sich dabei natürlich mit Ansage auf die Fresse gelegt. Der Helm hat ihn wahrscheinlich vor einer kleinen Gehirnerschütterung bewahrt ;) .

Fazit

Sehr schön wars, das kann man wiederholen. Aber die französische Schweiz ist schlimmer als Frankreich. Ich versteh dort die Leute genauso wenig und man kann nicht mal in Euro zahlen. Und das soll Europa sein. Pfffftt.

Bankberater … wollt ihr mich verarschen?!?

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Kategorie : Allgemein

Ich habe mal nettes Beispiel dafür, warum das Image des Bankberaters nicht mehr das Beste ist. Und zwar wurde das folgende, supercoole Produktangebot vorgetragen, bei dem man angeblich bis zu 7% Zinsen bekommen kann:

  • Investitionszeitraum: 3 Jahre feste Anlage
  • Mindestjahreszinsen: 2%
  • Maximaljahreszinsen: 7% !!!! *wie cool ist das denn* !!!
  • Und so funktionierts: Die Zinsen werden anteilig jede Woche berechnet (also 1/52 der Jahreszinsen). Dabei sind die 2% fix und man kann nochmal bis zu 5% dazubekommen, nämlich dann, wenn der Dax im Vergleich zur letzten Woche gestiegen ist. Und zwar erhält man einfach die Steigerungsrate des Dax. Wenn der Dax gefallen ist, bekommt man nix dazu, aber auch nix abgezogen, die 2% bleiben bestehen. Sollte der Dax mal innerhalb einer Woche über 5% steigen, bekommt man trotzdem nicht mehr, 5% sind die Obergrenze.

    Beispiel:
    (nicht vergessen: Berechnung immer anteilig vom Jahreszins, als 1/52 der genannten Zinsen):
    1. Woche: der Dax steigt um 3% –> diese Woche 5% (2%+3%) Zinsen
    2. Woche: der Dax sinkt um 2% –>  diese Woche 2% Zinsen
    3. Woche: der Dax steigt um 9% –> diese Woche 7% (2% + 5%) Zinsen
  • Dazu kommt dann zwar eine einmalige Bearbeitungsgebühr von 1% des Investitionsvolumens, aber das hat man nach 3 Jahren fix wieder raus

Das klingt eigentlich nicht besonders schlecht.

  • Man hat kein Risiko: 2% Jahreszinsen sind einem sicher
  • Bei steigendem Dax bekommt man noch ganz gut was dazu

So, doch jetzt wird es interessant. Wie viel ist denn das, was man da durch den Dax noch so dazu bekommt?

Da ich ja des Excel einigermaßen mächtig bin, habe ich dazu ne kleine Aufstellung gemacht. Die Dax-Kurse der letzten 10 Jahre hab ich mir von Yahoo besorgt (auch wenn man Yahoo nicht mag, deren Finanzseite ist echt ziemlich gut) und teste doch einfach mal was die letzten Jahre so passiert wäre, wenn ich diese Anlage im Jahr 2000, 2001, 2002, etc. gemacht hätte. Schließlich war da alles dabei. Börsenboom, Börsencrash, gesunde Erholung, nächster Crash.

Das Ergebnis

Hier eine vereinfachte Ergebnistabelle. In der ersten Zeile findet man die Jahre, zu denen das Investment begonnen hat. Die Laufzeit betrug immer drei Jahre. Die Gesamtrendite ist das, was man nach diesen 3 Jahren mehr an Geld hat (die 1% Bearbeitungsgebühr sind schon abgezogen), die Jahresrendite ist sind die entsprechenden Zinsen pro Jahr, damit man es besser vergleichen kann.

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
Jahresrendite 3,0% 3,1% 3,0% 2,9% 2,7% 2,7% 2,7% 3,0% 3,0%
Gesamtrendite 9,2% 9,7% 9,4% 9,0% 8,4% 8,4% 8,4% 9,2% 9,2%



Es fällt sofort auf: Die Rendite schwankt nur ein wenig und man kommt nie über 3,1% Rendite pro Jahr. Der Vorteil ist: Die Anlage ist sicher. Auch die Börsencrashs nach 2001 und 2008 tun ihr nichts. De facto, hat man hier sogar noch die höchsten Renditen. Wieso das so ist? Ganz einfach: Wenn die Börse crasht, schwanken die Kurse sehr stark. Man hat hohe Verluste, die uns aber nicht weh tun, 2% bekommt man ja immer. Man hat aber auch immer wieder kurze, hohe Kursgewinne, die sich positiv bemerkbar machen. Wenn der Dax jedoch gemächlich jede Woche um 1% steigt, bringt es uns nicht so viel, wie wenn er eine Woche um 10% abkachelt und die nächste Woche wieder um 5% aufwärts geht.

Die Sache ist also sicher und 3% pro Jahr sind nicht das Schlechteste. Wieso man einer Bank jedoch 1% seiner Investitionssumme als Gebühr geben sollte, obwohl man am Ende vermutlich weniger Rendite hat, als wenn man die Kohle einfach auf ein Festgeldkonto legt, leuchtet mir nicht ein. Um es klar zu machen: Man verliert hierbei kein Geld, ich denke auch nicht, dass es ein Betrug ist. Aber es ist definitiv eine schlechte Beratungsleistung. Wenn man sowas seinen Kunden andreht, ist man vielleicht ein Verkäufer, der sein Produkt präsentiert, aber ein Berater ist man nicht.

Das Gedankenspiel

Weil es so lustig ist, hier noch ein kleines Gedankenexperiment: Angenommen wir wollen wirklich die maximal möglichen 7% Rendite erreichen, was müsste dazu passieren?

Die 7% bekommen wir für eine Woche, wenn der Dax im Vergleich zur letzten Woche um 5% gestiegen ist (Reminder: 2% fix + 5% vom Dax). Klar, das kann mal für eine Woche passieren. Wenn wir jedoch am Ende eine Jahresrendite von 7% über 3 Jahre wollen, muss das folglich in  jeder dieser ca. 156 Wochen passieren. Um euch die lästige Rechenarbeit zu ersparen: Das wäre in 3 Jahren ein Dax-Anstieg von ca. 200.000% .

Pinky hat also 1000€ in dieses Produkt investiert, hat nach 3 Jahren das absolute Maximum von 1.223€ rausgeholt und freut sich ein Eis. Sein Kumpel Brain hat hingegen Dax-Aktien für 1000€ gekauft und kann nun mit ca. 2.000.000 € die Weltherrschaft an sich reißen.

Das soll jetzt keine Werbung für Aktien sein, sondern nur zeigen wie unrealistisch die Maximalrendite von 7% bei diesem komischen Produkt ist.

Deutschland – Italien in Dortmund

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Kategorie : Allgemein

Gestern bin ich mal kurzentschlossen nach Dortmund zum Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Italien gefahren. Sonst wollte keiner mit “Was?!? 55€ für ein Freundschaftsspiel?!?”, also habe ich die beste Gesellschaft überhaupt genossen: Meine eigene. Die Eindrücke in Kurzform:

  • Das Westfalenstadion … erhm … der Signal Iduna Park war mal ne Reise wert
  • Sitzplatz auf der italienischen Seite des Stadions, aber es gibt schlimmeres
  • Habe viele Mittelfinger gesehen und oft “vaffanculo” gehört … erinnerte mich an den Bolzplatz in Biebesheim
  • Die Sicht war ganz ok, aber ich merkte, dass ich manchmal eine Brille brauche
  • Am meisten genervt haben zwei deutsche Freizeit-Bundestrainer hinter mir, die zwar alles besser wusste, aber in der zweiten Hälfte erst gemerkt haben, dass Aogo und Khedira mitspielen
  • Die Stimmung war so lala, Freundschaftsspiel eben
  • Es gab keine Becherhalter
  • Die Freizeit-Bundestrainer meinten, Özil wäre der schlechteste Mann auf dem Platz, die Zeitungen meinen heute, er war der Beste … wer hat recht?
  • Betrunkene Fans, die mir in der U-Bahn ins Ohr rülpsen, nerven … die Nationalität spielt dabei keine Rolle
  • Schön wars … aber ich schau Fussball auch gern im Fernsehen

Lucky Number Slevin

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Kategorie : Allgemein

Heute geht es mal um einen Film. Und zwar um den Film Lucky Number Slevin, der schon 2006 gedreht wurde, es aber nie in deutsche Kinos geschafft hat. Man hat keinen Verleiher gefunden. Das überrascht, da im Cast illustre Namen wie Josh Hartnett, Bruce Willis, Lucy Liu, Morgan Freeman und Ben Kingsley auftauchen.

Wie ich auf diesen Film gestoßen bin? Durch Pro7. Während ich am Rechner saß lief der Fernseher in meinem Rücken so vor sich hin, und ich höre normalerweise da nicht wirklich zu. Doch allein die Dialoge dieses Streifens haben es geschafft mich von der Online-Ballerorgie auf meinem Rechner loszureißen und stattdessen dem Fernseher eines Blickes zu würdigen. Leider hatte ich schon über die Hälfte verpasst, bzw. nur teilweise akustisch wahrgenommen, aber es hat sich dennoch gelohnt.

Gesehen habe ich dann den Rest eines Films, der mich sehr an Tarantino erinnert: Ein schöner, verworrener Thriller-Plot, viel Blut, bekannte Schauspieler und verdammt coole Dialoge. Wer sich also nicht an übertriebener Gewaltdarstellung stört, aber gleich schmunzeln muss, wenn er sich an zwei Killer erinnert, die im Auto über Fussmassagen reden, nur um später in derselben Karre jemandem versehentlich, ausgelöst durch ein Schlagloch, ins Gesicht schießen, der sollte diesen Film unbedingt sehen (und ja, ich mag Bandwurmsätze). Hier mal ein paar nette Zitate aus Lucky Number Slevin:

“Was ist mit deiner Nase geschehen?”
“Die hab ich benutzt, um einem die Faust zu brechen.”

“Ich bin nicht der, den ihr sucht. Ich wohn nicht hier.”
“Ja, aber du siehst aus wie der, der hier wohnt.”
“Ihr wisst doch gar nicht, wie der, der hier wohnt aussieht.”
“Er will damit sagen, dass du aussiehst, als wenn du hier wohnst.”

“Mein Vater sagte immer: Wenn dich das erste Mal jemand Ochse nennt, hau ihm auf die Nase. Wenn dich das zweite Mal jemand Ochse nennt, nenn ihn Vollidiot. Wenn dich das dritte Mal jemand Ochse nennt, dann wirds wohl zeit, sich nach ‘nem Kuhstall umzusehen.”

“Also machen wir es kurz.”
“Den Zeitpunkt haben wir längst verpasst.”

Na, Interesse? Also ich kauf mir das Ding :)

Cooler Tarif – o2 Global Friends

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Kategorie : Allgemein

Ich bekomme zwar kein Geld dafür, aber ich mache jetzt trotzdem mal Werbung für o2, denn ich bin von deren Tarifoption “Global Friends” gerade ziemlich begeistert. Warum? Weil ich damit richdisch billisch nach Mexiko zu meiner Freundin telefonieren kann.

Die Voraussetzung dafür ist, dass die Person, die sich im Ausland befindet, auch eine lokale Nummer hat. Dies lässt sich aber, wenigstens in Mexiko, recht einfach bewerkstelligen, denn dort gibt es ähnlich wie bei uns ziemlich günstige Prepaidhandys ohne Grundgebühr. Ist dies erledigt, meldet sich der in der Heimat verbliebene o2-Kunde auf der Homepage in der Vertragsverwaltung an und aktiviert den Global Friends Tarif. Dies kostet einmalig 5€. Von nun an hat man die Möglichkeit bis zu 5 Auslandsnummern (2 Mobilfunk und 3 Festnetz) anzugeben, mit denen man günstig telefonieren will. Dort trägt man die Nummer des Prepaidhandys ein und bekommt zur Bestätigung eine SMS. In dieser SMS ist eine Kurzwahlnummer enthalten, über man von jetzt an für 15 Cent nach Mexiko telefonieren kann. Wichtig: Nur diese Kurzwahlnummer aus der SMS verwenden. Wenn man die normale Rufnummer wählt, zahlt man den normalen Preis.

Das Ganze klappt in 60 verschiedene Länder der Erde und sofern man dort günstig ein lokales Handy auftreiben kann, ist das echt ne super Sache. Das Ganze ist auch für Leute interessant, die noch keine o2-Kunden sind, da das auch mit den o2o-Verträgen funktioniert, die keine Grundgebühr kosten. Somit kann man auch extra zu diesem Zweck Neukunde werden. Kost ja nix.

Wenn man bedenkt, dass allein das Angerufenwerden in Mexiko bei o2  2,46€ / Min kostet (1,59€ Roaming und 0,87€ Weiterleitungsgebühr von einem mexikanischen Mobilfunkanbieter zusätzlich), sind doch 15 Cent Gesamtkosten eine nette Ausweichmöglichkeit. Da kann auch Skype nicht mithalten: Hier werden mind. 30 Cent fällig.

Genauere Infos dazu auf der o2-Homepage.

Single für 6 Wochen

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Kategorie : Allgemein

Gestern Morgen habe ich meine Freundin zum Flughafen gebracht und sie ist für 6 Wochen nach Mexiko gedüst um fleißig spanisch zu lernen (klar … ganz viel lernen … logo ;) ).  Wie es ihr da so ergeht, kann man übrigens auch nachlesen, und zwar hier: blog.flauschrausch.com.

Das bedeutet also, dass nun Tobi allein Zuhaus ist. Kurzzeit-Junggeselle quasi. Jetzt kann ich es also so richtig krachen und die Sau raus lassen. Ich kann wilde Orgien feiern, das Wochenende durchtrinken und morgens in der Badewanne aufwachen. Ich kann die ganze Zeit nur Fastfood essen, das Geschirr in der Spüle bis zur Decke stapeln und den Kühlschrank ausschließlich mit Bier befüllen. Ich kann mir Poster von nackten Frauen an die Wände hängen und die ganze Zeit laute Musik hören, die außer mir keiner mag.

Und was habe ich gemacht? Die Küche geputzt, Klamotten gebügelt, gestaubsaugt, den Kühlschrank gesäubert und das Bett frisch bezogen. Yeah … ich Mann ich.